Bevor es in die Natur geht, sollte dennoch eine Stadt auf dem Programm stehen. Das Tor zu Südestland ist nämlich die Universitätsstadt Tartu, der zweitgrößte Ort des Landes und zugleich die älteste Stadt des Baltikums. Der universitäre Geist ist überall präsent, genau wie eine jugendlich-lockere Atmosphäre, die von den fast 20.000 Studenten geprägt wird, die hier von Herbst bis Sommer leben und lernen. Tartu ist auch die Wiege der großen estnischen Sängerfeste, hier steht das erste Nationaltheater und hier wurde das freie Estland zum ersten Mal ausgerufen. Der über die Jahrhunderte vorhandene Forscherdrang und die Mischung aus Künstlergeist und einer Spur von Avantgarde haben sich bis heute erhalten. Auf dem Domberg, der unter Denkmalschutz steht, finden sich eine Reihe von Skulpturen und Gebäude von architektonischem Wert, zum Beispiel die ehemalige Domkirche, die heute das Geschichtsmuseum der Uni beherbergt, die Sternwarte, das alte anatomische Institut, das Verfassungsgericht und die Engels- und die Teufelsbrücke. Die Stadt wird von vielen gemütlichen Cafés und Restaurants geprägt. Verschiedene gastronomische Einrichtungen Tartus und Südestlands sind auch in der Liste der 50 besten estnischen Restaurants zu finden.

In diesem Sommer finden in Tartu mehrere größere Kulturveranstaltungen statt – die Hansetage, das Filmfestival TartuFF, die Rallye Estonia usw. Der Veranstaltungskalender hat die Details.

Für Familien lohnt sich unbedingt ein Besuch im AHHAA Wissenschaftszentrum, in dem seit Mai die Sonderausstellung „Schwimmt‘s oder nicht?“ läuft. Vermeintlich „trockene“ Wissenschaft wird hier als spannendes Abenteuer präsentiert, von dem sich Jung und Alt mitreißen lassen. Für den Besuch des AHHAA-Zentrums sollte mindestens ein halber Tag eingeplant werden.

Einfach wundervoll ist auch das in der Innenstadt befindliche Spielzeugmuseum – ein Ort, der ebenso Besucher jeden Alters begeistert. Infos gibt es hier: http://www.visitestonia.com/sv/tartus-leksaksmuseum?site_preference=normal&site_preference=normal

Nun aber sollte es unbedingt aufs Land gehen! Südestland bietet fast unbegrenzte Möglichkeiten für den aktiven Urlaub. Auf Abenteuerlustige warten mehrere Erlebnisparks, in Tartu selbst wie auch in Otepää. Für aktive Urlauber bietet sich ein Besuch auf einem der vielen Reiterhöfe an. Es gibt Möglichkeiten für Wassersport (Kanutouren und Bootsfahrten), es kann geskatet, mit dem Rad oder mit Rollskiern gefahren werden. Mit viel Liebe ist ein traditioneller Lastkahn, wie er einst typisch für den Warentransport auf Südestlands Flüssen war, nachgebaut worden. Auf ihm kann man auf Estlands größtem Fluss, dem Emajõgi, zwischen dem großen Peipussee und dem Võrtsjärv-See unterwegs sein. Zum Wandern ist Südestland wie geschaffen. Hunderte von Seen, viele naturbelassene Flüsse und eine sanfte Hügellandschaft sind ein wahres Paradies für jeden Besucher. Im Landkreis Võrumaa befindet sich der „Große Eierberg“ (estn. Suur Munamägi), die höchste Erhebung des Baltikums. Ganz in seiner Nähe liegt in märchenhafter Umgebung der tiefste Rinnensee Estlands, der Rõuge Suurjärv.

Für die Erkundung Südestlands sollte man Zeit mitbringen. Als Übernachtungsorte bieten sich die vielen Ferienhöfe an. Hier kann man das echte Landleben am besten kennenlernen. Informationen zu den Landunterkünften in Estland finden sich hier: http://www.visitestonia.com/de/suche/unterbringung?q=Bauernhof

Weitere Infos zu Urlaubsmöglichkeiten gibt es hier:

http://www.visitestonia.com/de/estland-entdecken/aktivurlaub?site_preference=normal&site_preference=normal