Aufgrund dünn besiedelter Landgebiete und zusammenhängender Areale ausgewachsener Wälder gibt es genügend Raum für Säugetiere – die großen Raubtiere Estlands zählen zu den vitalsten Europas. Obgleich das Land von der Fläche her relativ klein ist, bieten die estnischen Wälder mehr als 600 Braunbären, 700 Luchsen und 150 Wölfen ein Zuhause – ungefähr die gleiche Anzahl wie in wesentlich größeren Gebieten bei unseren nördlichen Nachbarn.Sie sehen die Tiere selbst vielleicht nicht, doch ihre Spuren sind zu finden.

  • Wölfe waren die Inspiration für viele estnische Märchen. Sie sind nachtaktive Tiere und leben in Rudeln von 5–7 Tieren. Größere Rudel können bis zu 12 Wölfe umfassen. Ihr Heulen kann im Januar und Februar gehört werden.
  • Der Braunbär hält von Ende November bis April Winterschlaf, kann aber im Frühjahr mit seinen Jungen gesehen werden.
  • Der Luchs, anders als andere große Raubtiere, ist tagaktiv und sehr neugierig. Es ist nicht ungewöhnlich von dieser großen Katze vom Rand einer Rodung beobachtet zu werden. Selbst einen Luchs in freier Wildbahn zu sehen, ist ein ziemliches Glück.

Aufspürexpeditionen sind im Winter besonders beliebt. Wenn die Bären aus dem Winterschlaf erwacht sind, versäumen Sie nicht einen Ausflug zu einer Bärenhöhle zu machen. Wer keine Zeit für einen Waldausflug hat, kann sie über die Bärenkamera beobachten.

Hören Sie das Heulen des Wolfes: