Beispielsweise hat die russisch-orthodoxe Kirche in Estland starke Wurzeln. Deren Kirchen und Kapellen findet man überall im Land. Besuchen Sie in jedem Fall Kuremäe (russisch-orthodox) – das größte aktive Kloster in Estland.

Die Newsky-Kathedrale auf dem Domberg ist ebenfalls ein beeindruckendes und leicht zugängliches Beispiel der russisch-orthodoxen Architektur und in der Nähe des Peipussee gibt es viele Dörfer der orthodoxen Altgläubigen.

Die ersten Eisenbahnstrecken in Estland wurden nach Aufträgen der russischen Zaren erbaut und der Bahnhof in Haapsalu ist wohl der bemerkenswerteste unter ihnen. Der berühmte russische Komponist Tschaikowsky verbrachte seine Sommer in Haapsalu und zu seinen Ehren ist eine Steinbank, auf der er zu sitzen pflegte, bewahrt worden.

Die Sommerresidenz des Zaren Peter des Ersten im Kadriorg Park wurde nach dem Vorbild italienischer Villen projektiert. Sie ist von einem klassischen Park umgeben und beherbergt das Estnische Kunstmuseum, dessen Sammlung auch die Gemälde von Ilya Repin umfasst.

Paldiski, Haapsalu und Narva-Jõesuu waren einst für die kulturelle Elite Russlands ein modisches Ferienziel.

Die russische Herrschaft in Estland:

  • Der russische Prinz Jaroslaw “Der Weise” eroberte 1030 – 1061 die Gegend um die Festung, die heute als Tartu bekannt ist.
  • 1710 bedeutete die Niederlage im Grossen Nordischen Krieg, dass Estland vom russischen Zaren Peter dem Ersten erobert wurde. Diese Herrschaft endete 1917, als Estland während der Wirren in den Zeiten der russischen Revolution seine Unabhängigkeit verkündete.
  • 1939 wurde Estland bis zum Zusammenbruch 1991 durch die Sowjetunion okkupiert. Danach deklarierte Estland wiederholt seine Unabhängigkeit.