Estnische Tiere

Wilde Tiere haben es in Estland gut – unsere klimatischen und ökologischen Bedingungen passen vielen Arten.

Gegenwärtig leben in Estland 65 Säugetierarten, darunter Braunbären, Wölfe, Luchse, Rehe und europäische Otter. Das Gleithörnchen, eine für Taigawälder typische Art, hat hier überlebt, ist aber extrem selten.

Estnische Vögel

In Estland sind etwa 330 Vogelarten registriert worden. 222 dieser Arten brüten in Estland (206 von ihnen regelmäßig), 38 sind Zugvögel oder winterliche Besucher und die restlichen sind zufällige Besucher. In Estland können Sie überall Vögel sehen. Sie nisten in Parks, in Wäldern, in Sümpfen und an den Küsten.

Estnische Fische

In estnischen Gewässern hat man 65 Fischarten gezählt. Weil das Wasser in der Ostsee einen niedrigen Salzgehalt hat, gibt es keine sehr klare Abgrenzung zwischen den Meeres- und Süßwasserfischarten. In Estland gibt es nur wenige typische Arten von Meeresfischen. Sie sind atlantischer Herkunft und haben sich an das Leben in der Ostsee angepasst, wie beispielsweise die Sprotte und der baltische Hering.

Estnische Insekten und wirbellose Tiere

In Estland hat man beinahe 15.000 Insektenarten und über 3500 Arten anderer wirbelloser Tiere registriert. Amphibien sind mit 11 Arten vertreten. Verbreitet sind der gewöhnliche (braune) Frosch, die gewöhnliche Kröte und der grünliche Wassermolch. Als seltene und streng geschützte Arten gelten die Kreuzkröte an der Westküste, die im Südosten und auf der Insel Piirissaar vorkommende grüne Kreuzkröte und der Kammmolch.

Estnische Pflanzen und Pilze

In Estland sind 1500 unterschiedliche Pflanzenarten entdeckt worden, darunter 36 Orchideearten. Mehrere Pflanzenarten gelten im Land als Raritäten und haben hier gut überlebt. Bekannt ist der kleine Klappertopf Saaremaa und weniger bekannt die estnische Färber-Scharte.

In Estland sind über 3700 Pilzarten registriert worden, während die eigentliche Anzahl an Pilzarten Schätzungen zufolge 4500 erreicht hat.

Estland gehört zum nördlichen Teil der Unterzone der Mischwälder der gemäßigten Waldzone. Dank der sehr variablen Bodenverhältnisse und Feuchtigkeitsbedingungen wachsen hier viele Waldtypen unterschiedlicher Art: Hainwälder, Urwälder, Heidewälder usw. Die meistverbreitetsten Bäume in den estnischen Wäldern sind Kiefern, Fichten, Weißbirke, Espe und Erle.

Estland wird von einer wichtigen europäischen bio-geographischen Abgrenzungslinie zwischen Ost- und Mitteleuropa durchzogen, die die Gegend in zwei große Gebiete teilt. Der nördliche und westliche Teil des Landes mit charakteristischen kalziphilen Pflanzengesellschaften (Alvare, Niedermoore, Gehölzwiesen und breitblättrige Wälder) gehören zum mitteleuropäischen Gebiet, während der östliche Teil, wo säurehaltige Böden das Wachstum von azidophilen Pflanzen und Kiefern als Hauptbestandteil der Wälder fördern, zum osteuropäischen Gebiet gehört.

Es gibt viele Veranstaltungen, bei denen die Besucher die Vielfalt der estnischen Fauna und Flora erleben können. Beispielsweise wird seit den letzten drei Jahrzehnten in der wichtigsten Gartenarbeitszeit im Frühjahr die Blumenmesse Türi veranstaltet. Als Zeichen zunehmender Popularität begrüßt die Messe eine stetig steigende Anzahl von Menschen, die entweder am Verkaufen oder Kaufen von Samen und anderen Dingen, die man im Garten nötig haben könnte, interessiert sind.