Paradies für Vogel- und Tierinteressenten

Die kleine Fläche Estlands beinhaltet viele Wunder. Estland wird von arktischen Zugvögeln genutzt und verfügt über viele Feuchtgebiete, die sich für Zwischenstopps oder zum Nisten eignen. Estland ist eine wahres Paradies für Vogelbeobachter. Eines der wichtigsten Gebiete auf der Wanderroute liegt im Matsalu-Nationalpark.

Die geringe menschliche Besiedlung unseres Landes und der alte Waldbestand lassen auch genügend Raum für Säugetiere. Die Dichte großer Raubtiere – Luchs, Bär und Wolf – ist wirklich überraschend.

Äußerst artenreiche Wiesen, viele Moore und faszinierende Landschaft

Estland liegt an der Nordgrenze des Verbreitungsgebietes vieler Pflanzen.  Hier treten Eiszeitrelikte neben Neuankömmlingen auf. Der Weltrekord für Artenvielfalt auf Wiesen liegt bei 76 Spezies pro m2. Er wird von unseren Waldwiesen gehalten und ist das Ergebnis langanhaltender Mahd und Begrasung.

Symbol der estnischen Natur ist der Kalksteinfelsen, der einen Teil des 1200 km langen baltischen Klints bildet. Die Reichhaltigkeit an Fossilien ist insbesondere in Westestland überraschend. Viele Wasserfälle und Kaskaden sind in der Nähe des nordestnischen Klints zu finden. Die Eisskulpturen der Wasserfälle ziehen besonders Naturfotografen im Winter an.

Das Kontinentaleis war der wichtigste Former estnischer Landschaften. Die Spuren der Eiszeit sind in Nordestland zu sehen, an den Hügeln von Vooremaa im mittleren Ostestland und an den welligen Hügeln Südestlands. Diese Orte sind oft mit Legenden und Märchen verbunden.

In Bezug auf die Fülle an natürlichen Mooren nimmt Estland nach Kanada und Finnland den dritten Platz in der Welt ein. In den mystischen Mooren mit ihren malerischen Moorseen kann man Moltebeeren und Moosbeeren pflücken.

Unikale Meteoritenkrater und die fünfte Jahreszeit

Estland hat eine der höchsten Konzentrationen an Meteoritenkratern in der Welt – es gibt sechs Stück. Der jüngste Großkrater liegt in Kaali auf der Insel Saaremaa. Der größte Meteoritenkrater Estlands, Neugrund, kann nur von Tauchern erreicht werden.

Die Frühjahrsschmelze und heftige Regenfälle führen zu großflächigen Überschwemmungen im Bereich der Flüsse. Dies wird die „fünfte Jahreszeit“ genannt und ist der geeignete Zeitpunkt um den Soomaa-Nationalpark zu besuchen, wo man nicht nur durch Wälder und Straßen, sondern auch über Höfe paddeln kann.

Moore und Kalksteinfelsen, wilde Tiere und Seevögel, Meteoritenkrater und die fünfte Jahreszeit… Estland hat viele spannende Entdeckungen zu bieten!