Es überrascht Besucher mit zweisprachigen Ortsnamen, dem schönen Sandstrand, dem Kiefernwald und es wird für einen der besten Plätze für die Vogelbeobachtung in Estland gehalten.

Noarootsi ist das Siedlungsgebiet der Estlandschweden, die sich im 13. Jahrhundert an den Küstengebieten und auf den Inseln von Estland niederließen. Schweden lebten dort bis zum Jahr 1939, als die Militärstützpunkte der Sowjetunion in Estland angelegt wurden und Noarootsi eine Grenzzone wurde. Die meisten Schweden verließen damals Estland und an ihrer Stelle kamen Kriegsflüchtlinge aus dem Landkreis Ida-Viru und Ingrien.

Zum Ende der 1980er Jahre, als die Grenzzone abgeschafft wurde und die Einheimischen in ihr Zuhause zurückkehren konnten, begann in der bunten Geschichte von Noarootsi ein neues Zeitalter. 1988 wurden die ersten Heimattage organisiert.

Die Landschaft in Noarootsi ist von kleinen Seen und Röhrichten übersät – während ihrer Frühjahrswanderung landen hier zehntausende Vögel. Sie können an den schönen Stränden in Österby wandern gehen. Im Park des Herrenhauses Pürksi wächst eine in Estland sehr seltene Pflanzenart, die Weißbuche.

Noarootsi ist ein hervorragender Ort fürs Wandern, Segeln, Jagen, Windsurfen sowie die Vogelbeobachtung und ist besonders attraktiv für die Menschen, die an der sowjetischen und schwedischen Geschichte interessiert sind.

Bei einer Küstenrundfahrt ist Noarootsi ein ausgezeichneter Zwischenstopp.