Die größten Wälder stehen in Nordost- und Mittelestland, Wälder erstrecken sich von der Nordküste bis zu der lettischen Grenze. Etwa 10% von Estland sind Naturschutzgebiete.

Estland liegt im Grenzbereich, wo die eurosibirische Taiga mit Nadelwäldern in die europäische Zone der Laubwälder übergeht. Es sind 87 einheimische und über 500 eingeführte Baum- und Buscharten festgestellt worden.

Etwa 75% aller Pflanzenarten in Estland verbreiten sich an der Westküste, weil das Klima dort mäßiger ist. An vielen Standorten in Estland, zum Beispiel auf der Insel Hiiumaa und im Nordosten, sind große Flächen von Urwäldern, die einst Europa bedeckten, erhalten geblieben.

Die meistverbreiteten estnischen Bäume sind Kiefer, Birke, Fichte, Erle, und Espe.

In den üppigen estnischen Wäldern sind viele Tiere heimisch – es ist eine normale Sache, einen Hasen, einen Fuchs oder ein Reh zu erblicken und wenn Sie Glück haben, können Sie einem Wolf, einem Luchs, einem Bären oder einem Elch begegnen. In den estnischen Wäldern sind auch viele Tierarten beheimatet, die fast ausgestorben sind – der europäische Nerz, die Schlafmaus und das Gleithörnchen. Der europäische Biber, der einst in Estland bis zum Aussterben gejagt wurde, ist in den 1950er Jahren erfolgreich wiederangesiedelt worden.

Für die Einwohner von Estland sind Wälder immer eine bedeutende Stätte gewesen – in der estnischen Urreligion wurde geglaubt, dass diese ein heiliger Ort sind und die Menschen beteten Waldgeister an, weil der Wald ihre hauptsächliche Quelle für Nahrung und Baumaterial war.

Hören Sie die Stimmen der Wälder Estlands: