Der Nationalpark Soomaa im südwestlichen Teil von Estland wurde 1993 gegründet. Mit einer Fläche von 390 km² ist er der Zweitgröße nach dem Nationalpark Lahemaa. Der Nationalpark Soomaa wurde gegründet, um dessen weitläufige Hochmoore, Auenwiesen, Wälder und gewundenen Flüsse zu schützen.
Das Territorium des Nationalparks Soomaa ist hauptsächlich mit großen Morasten bedeckt, getrennt durch die Nebenflüsse des Flusses Pärnu. Am östlichen Rand des Nationalparks, etwa 50 km von der heutigen Küstenlinie enfernt, liegen die höchsten Dünen auf dem estnischen Festland. Das Besuchszentrum des Nationalparks Soomaa befindet sich in Tõramaa.
Soomaa ist die Heimat und das Zuchtgebiet für seltene europäische Säugetiere, wie z.B. Reh, Elch, Wildschwein, Biber, Luchs, Wolf und Braunbär. Dies ist ebenfalls der Lebensraum einiger seltener Orchideen. Das Soomaa Moor ist das Brutgebiet für mehrere seltene Vogelarten, darunter Steinadler, Schwarzstörche, Birkhühner und Auerhähne.
Was Soomaa einzigartig macht, ist die sogenannte „fünfte Jahreszeit“ – das Hochwasser im Frühling, das den Wasserspiegel auf fünf Meter über dem Spiegel des Niedrigwassers erhöhen kann! Es ist alles überflutet – Wiesen, Felder, Wälder, Wege und manchmal sogar Häuser. Während des Höchststands der Überflutung kann sich die mit Wasser bedeckte Fläche auf 7–8 km erstrecken und in manchen extremen Jahren umfasste die Hochwasserfläche 150 km2. Kanufahren ist eine der besten Arten, um die Wasserwildnis von Soomaa kennenzulernen und deshalb sind in dieser Gegend mehrere Kanuunternehmen tätig.
Sie können ebenfalls auf den vielen Wander- und Lehrpfaden laufen.