Das 1279 gegründete Haapsalu ist bekannt für seine historische und maritime Atmosphäre, das warme Meereswasser, heilende Schlammbäder und die freundlichen Einwohner.

Haapsalu ist eine herrliche kleine Stadt mit engen Strassen, einem winzigen Rathaus und romantischen hölzernen Wohnhäusern. An der Strandpromenade steht der Kuursaal, eines der schönsten Holzgebäude in Estland.

Das erste Heilschlammbad wurde im Jahr 1825 in Haapsalu eröffnet und seitdem hat Haapsalu Kurortliebhaber aus der ganzen Welt, darunter die ehemaligen russischen Zaren, angelockt.

Die Domkirche von Haapsalu ist die größte einschiffige Kirche in den baltischen Ländern und das wichtigste historische und kulturelle Denkmal in der Stadt.

Das kleine gelbe Haus in der Linda-Strasse ist das Elternhaus von Ilon Wikland, die hier aufwuchs und später die Kinderbücher der weltbekannten schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren illustrierte.

Haapsalu ist für die Tage der Weissen Dame, das Festival für Altmusik, das Geigenfestival und das August-Blues-Festival weithin bekannt. Den ganzen Sommer sind die Strassen und die Freiluftbühnen in der Bischofsburg mit Volks-, Opern- und Rockmusik erfüllt.

Haapsalu gefällt nicht nur den Liebhabern von Schlammbädern, der Geschichte oder verschiedenen Festivals, sondern auch den Menschen, die sandige Strände, Parks und eine ruhige Umgebung lieben.

Dies ist ein idealer Ort für Familien und Liebespaare, die gerne Picknicks machen, spazieren gehen, Spas besuchen und Schlammbäder nehmen, segeln und schwimmen.

Und wenn Sie schon in Haapsalu sind, vergessen Sie nicht, sich ein typisches von Hand gestricktes Haapsaluer Schultertuch zu kaufen, diese sind vor Ort als „Wunder aus Spitze“ bekannt.

Die Legende von der Weißen Dame – Am runden Fenster der Kapelle, das an der Südwand der Domkirche Haapsalu eingebaut ist, erscheint in den Vollmondnächten im August eine weibliche Gestalt. Darüber, wie und warum diese Dame sich jahrhundertelang am Fenster der Kapelle zeigt, erzählt die Legende wie folgt: Im Mittelalter sollte jeder Domherr ein keusches und tugendhaftes Leben entsprechend den Regeln des Klosters führen. Für Frauen war das Betreten der Bischofsburg bei Todesandrohung verboten. Trotzdem geschah es, dass ein Domherr und ein estnisches Mädchen sich Hals über Kopf ineinander verliebten. Da die jungen Leute das Getrenntsein nicht aushielten, bekleidete der Domherr das Mädchen wie einen Jungen und brachte sie in die Burg, damit sie dort im Chor singt. Das blieb für lange Zeit ein Geheimnis, aber eines Tages wurde der Betrug entdeckt. Das Urteil des Bischofs war hart: der Domherr wurde ins Burgverlies geworfen, damit er dort verhungert, während das Mädchen lebend in die Wand der damals im Bau befindlichen Kapelle eingemauert wurde. Die Hilferufe der armen Frau waren für mehrere Tage zu hören, bis sie letztendlich aufhörten. Aber ihre Seele konnte keine Ruhe finden und deshalb erscheint sie am Fenster der Kapelle, um ihren Geliebten zu betrauern und die Unsterblichkeit der Liebe zu zeigen.