Das Dorf Haanja liegt ganz im Süden von Estland - in unmittelbarer Nähe befinden sich nicht nur einer der beeindruckendsten estnischen Naturparks, sondern auch die höchste Erhebung und der tiefste See des Landes. Typisch für die Region ist die von Traditionen geprägte Lebensweise sowie die beinahe kultische Verehrung der klassisch-estnischen Rauchsauna.

Diese althergebrachte Variante der Schwitzbude, die fast schon als Markenzeichen für die Region und ganz Estland gilt, können Wellness-Liebhaber im Rahmen der Rauchsauna-Woche in Haanja vom 1. bis 4. August in all ihren Facetten kennenlernen – zusammen mit zahlreichen Ritualen rund ums Schwitzen, die so nur in Estland gebräuchlich sind. So soll ein schlangenförmiges Halsband – das so genannte „Ussikee“ – das Wellness-Erlebnis noch steigern und dem Körper Energie spenden, genau wie eine Torf-Maske nach altem Rezept. Viel entspannender als es der Name vermuten lässt ist überdies die „Hammer-Massage“, die nach dem Saunagang „die Seele singen lässt“, wie die Esten sagen.

Ebenso erklären Bewohner des Dorfes alles über die Geschichte und Funktionsweise der Rauchsauna, die in Haanja zum täglichen Leben dazugehört. Im Rahmen von Workshops können die Besucher auch selbst Hand anlegen und einheizen – wer Lust hat, kann sich auch in traditionelle Landwirtschafts- und Handwerkskünste einweihen lassen. Nach so viel Schweißverlust steht aber auch selbstverständlich ein ausgiebiges und gesundes Mahl bei landestypischen Spezialitäten auf dem Programm.

Eine Anmeldung im Vorfeld wird vorausgesetzt. Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro pro Tag und Person.