Anders als in  anderen Hauptstädten NordEuropas gibt es in Tallinn nicht massenweise Neubauten. Die gewaltigen Schutzbauten haben die Altstadt vor  größeren Kriegszerstörungen bewahrt und die Verwendung von Stein als hauptsächlicher Baustoff hat die Brandschäden gering gehalten. Das zwischen dem 11. und dem 15. Jh. ausgebildete Straßennetz und die Abgrenzungen der Grundstücke sowie alle wichtigen damals errichteten Repräsentations- und Sakralbauten sind in ihrer mittelalterlichen Form erhalten geblieben und geben eine gute Gelegenheit für eine Reise in die Vergangenheit.

In den wiederaufgebauten und renovierten Altstadtgebäuden befinden sich gemütliche Cafés, luxuriöse Hotels, Spitzenrestaurants und kleine Kunst- und Antikgalerien. Im Sommer bieten mehrere Außenterrassen kulinarische Erlebnisse, bei denen man öfter auch Live-Musik genießen kann. Der wichtigste Platz in der Stadt ist der Rathausplatz, wo jeden Sommer Konzerte und Festivals, und im Dezember der Weihnachtsmarkt stattfindet.  Am Rande des Platzes finden Sie die älteste Apotheke Europas, die schon im Jahr 1422 gegründete Ratsapotheke – wo übrigens angeblich das Marzipan erfunden wurde.

Im Frühling dieses Jahres wurden für die Besucher die Bastion Tunnel, die während des 17.-18. Jahrhunderts errichteten zahlreichen geheimnisvollen Wege in den Tallinner Verschanzungen, geöffnet. Die ingermanländischen und schwedischen Bastionen sind typische fünfkantige Schanzen, die errichtet worden sind, um beim Angriff der Stadt aus mehreren Richtungen, vor allem entlang der Befestigungen, ein Flankenfeuer zu ermöglichen. Im Inneren der Bastionen wurden versteckte Durchgänge errichtet, um Bewegungen von Soldaten, Munition und sonstige Ausrüstung vor den Feinden zu verbergen und sich vor ihrem Feuer zu schützen. Die Durchgänge dienten auch zur Erkundung – sie wurden zur Beobachtung eventueller unterirdischer Verminung verwendet.

Über Tallinn alsHansestadt und über die Blütezeit der Stadt,  das 15. und16. Jh., erzählen uns die ehemaligen Lager und Speicher für Salz, Mehl und andere wertvolle Waren. Fast in jeder Straße findet man ein früher einem Hansekaufmann gehörendes Haus, wo bis heute die für die Hochhieven der Mehlsäcke vorgesehenen Haken die Bodenklappen schmücken. 

Schalten Sie kurz ab und genießen Sie ihren Urlaub in estnischen Städten. Die schöne Architektur und die vielen Kulturereignisse, Restaurants und Boutiquen, Galerien und Museen sowie das am späten Abend erst richtig auflebende Nachtleben – hier ist für jeden das Richtige dabei.

Zusätzliche Informationen über das mittelalterliche Tallinn entnehmen Sie der Webseite: http://www.visitestonia.com und www.tourism.tallinn.ee

Zur Erkundung Tallinns ist die Tallinn Card eine bequeme Lösung. Das ist ein Ticket für jeden, der Tallinn einfach und bequem erkunden und genießen möchten. Mit der Karte haben Sie vielfach freien Eintritt und bis zu 100 Ermäßigungen in Museen, Theater, Sehenswürdigkeiten, Stadtführungen und vieles mehr.

Die Karten sind in den Touristeninformationszentren, Hotels, Reisebüros usw. erhältlich. Siehe weiter unter: http://www.tallinncard.ee