Vor 4.000 Zuschauern im Odeon des Herodes Atticus, einem antiken Theater in Athen, wurde das im Mai vergangenen Jahres eröffnete Tallinner Meermuseum Seaplane Harbour mit dem EU-Preis für das Kulturerbe in der Kategorie „Erhaltung“ geehrt. Es war die erste Prämierung dieser Art für ein estnisches Bauwerk.

„Dies ist der Moment, in dem sich ganz Europa für herausragende Leistungen bedankt“, so der spanische Star-Tenor Placido Domingo, Präsident von Europa Nostra, in seiner Rede an die Gewinner. Europa könne stolz sein auf „die außergewöhnlichen Projekte und Menschen“, die bei der Preisverleihung geehrt wurden. Schon im Vorfeld lobte Europa Nostra auf seiner offiziellen Homepage Seaplane Harbour als „Europas zweifellos bemerkenswertes Monument der Luftfahrt“. Herausgestellt wurde „die vorbildliche und technisch komplexe Restauration“ durch die aus einem alten, baufälligen Hangar innerhalb weniger Jahre ein attraktiver Touristenmagnet entstanden ist.

Seaplane Harbour ist ein interaktiv ausgerichtetes, mit allen Sinnen erfahrbares Museum rund um die Luft- und Seefahrt, das auf drei Etagen zahlreiche Attraktionen für alle Altersklassen bietet. Neben einem Flugsimulator, in dem Besucher einen virtuellen Rundflug über Tallinn erleben oder durch den modernen Hafen der Hauptstadt navigieren können, stellt Seaplane Harbour das einzig noch erhaltene Minen-U-Boot „Lembit“ aus.