Aber eine dunklere Seite der estnisch-russischen Geschichte ist die in den 1940er Jahren begonnene sowjetische Besatzung in Estland. Etwa 30.000 Esten wurden gezwungen ihre Heimat zu verlassen und nach Sibirien deportiert, um dort in Arbeitslagern, Fabriken und Bergwerken zu arbeiten. Einige flohen in die Wälder und wurden als „Waldbrüder“ bekannt. Der letzte bekannte „Waldbruder“ wurde von der sowjetischen Miliz in den 1970er Jahren festgenommen. Bis heute ist eine Reihe von einzigartigen diesem Thema gewidmeten Arealen und Gebäuden eingerichtet worden, um den Besuchern die Nöte zu zeigen, die Esten durchmachen mussten. Sie können sogar in einem Bunker übernachten, in dem die „Waldbrüder“ sich versteckten.

Die russische Okkupation hinterließ ihre Spuren im Alltagsleben der Esten, und diese Zeichen sind selbst heute noch zu sehen: die für Arbeiter errichteten Wohnblöcke von Lasnamäe and Mustamäe. In der ganzen Stadt Paldiski liegt neben verlassenen Wohnblöcken militärischer Abfall herum. Es gibt auch interessante, der sowjetischen Periode gewidmete Museen und Themenparks. In einigen von diesen können Sie an Kampfsimulationen teilnehmen und sogar einen echten Panzer aus dem II. Weltkrieg fahren.

Sie können unter mehreren russischen und Militärtouren wählen, die Ihre Augen für die wirklichen russischen und militärischen Aspekte Estlands öffnen werden.