Tartu: alte Schule und Künstlerszene

Thema: Südestland

Zuletzt aktualisiert28.09.2016

Tartu: alte Schule und Künstlerszene

Quelle: Stina Kase

In Estlands zweitgrößter Stadt Tartu herrscht eine ganz andere Atmosphäre als in der Hauptstadt Tallinn. Hier, mitten in den Wäldern Südestlands, liegt Nordeuropas älteste Universitätsstadt mit Holzhäusern, wo die Zeit stehen geblieben ist, und prächtigen Gebäuden, grünen Parks und einem malerischen Ufer. Wussten Sie schon, dass diese ruhige poetische Stadt auch voller ausgelassener Vitalität ist und ein lebendiges Nachtleben hat? Also – auf nach Tartu!

Dürfen wir vorstellen? Der Geist von Tartu – ein mysteriöses Wesen, das Sie nach Ihren vielen Ausflügen nach Tartu sicherlich antreffen werden. Dieser verlockende hedonistische Geist ist schwer zu beschreiben, aber er führt in jedem Fall dazu, dass Sie einfach nicht mehr wegwollen und immer wieder in diese verträumte und quirlige Stadt zurückkommen möchten.

Die Universität Tartu, gegründet im Jahr 1632, ist eine der ältesten Universitäten in Nordeuropa

Jeder siebte Bewohner der Stadt ist ein Student oder Schüler und Tartu hat eine anspruchsvolle und zugleich abenteuerlustige Cafészene, die sogar einige Züge von Mittel- oder Südeuropa aufweist. Das Café Werner ist eines der ältesten Cafés in Estland und hier haben sich einst Schriftsteller, Poeten und andere herausragenden Persönlichkeiten der Geschichte des Landes ein Stelldichein gegeben.
Und gegenüber finden Sie einen anderen historischen Ort zum Mittagessen: das Universitätscafé – in diesem romantischen À-la-carte-Restaurant ist aus jeder Epoche der Stadt etwas dabei – von der Blütezeit des Mittelalters bis ins 20. Jahrhundert. Das Kulturviertel befindet sich mitten im klassizistischen Zentrum aus dem 19. Jahrhundert, hier gibt es tolle Konzerte, (im Sommer) Märkte im Freien und das Nachtleben (besuchen Sie unbedingt einmal den Genklubi).

Cafékultur in Tartu

Das Café Werner ist ein beliebter Treffpunkt mit typisch estnischem Kuchen, Kaffee und heißer Schokolade.

Photo by: Piret Saar

In den langen Sommernächten finden Sie die Studenten, die der Stadt in den Semesterferien nicht den Rücken kehren, mit einem oder zwei Drinks auf dem Hügel hinter dem Rathaus und seinem berühmten Denkmal zweier sich küssender Studenten. Tartu ist in der Tat hügelig und sehen Sie sich bei einem gemütlichen und erfrischenden Sonntagsspaziergang doch die alte Sternwarte mit einem der besten Teleskope der Welt an!
Und nachdem Sie einen Blick auf die Sterne geworfen haben, gehen Sie hinunter zur Johanniskirche, die als ein europäisches Musterbeispiel für Gotik gilt. In der Nähe im Antoniushof (Antoniuse Õu) bieten estnische Künstler und Handwerker eine ganze Bandbreite an Erzeugnissen von Keramik über Leder bis hin zu Kleidung feil.

Das ganze Jahr über finden Theateraufführungen, Konzerte, Festivals, Konferenzen und Sportveranstaltungen statt, so zum Beispiel die Hansetage, die Rally Estonia und das Tartuff, ein Open-air-Festival romantischer Film – das größte Pop-up-Kino der baltischen Länder. In Tartu gibt es auch über 20 Museen, darunter das Universitätsmuseum, das Spielzeugmuseum und zahlreiche Kunstgalerien.
Die Universität Tartu, gegründet 1632, ist eine der ältesten Universitäten in Nordeuropa und hat zahlreiche herausragende und international anerkannte Wissenschaftler und Gelehrte hervorgebracht, so den deutschbaltischen Biologen Karl Ernst von Baer und den berühmten russischen Semiotiker und Kulturologen Juri Lotman. Die Studententage im Frühjahr, wenn junge Ausgelassenheit und althergebrachte studentische Traditionen aufeinandertreffen, sind der beste Zeitpunkt, die große Studentenschaft der Stadt kennenzulernen.

Und nun laufen Sie doch einmal durch die Stadt, suchen Sie den Geist der Stadt und teilen Sie Ihre Eindrücke auf #VisitEstonia mit!

Fotos von: Shardee Rebas, Piret Saar, Toomas Tuul, Jaak Nilson

Zuletzt aktualisiert 28.09.2016

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