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Eule in EstlandQuelle: Arne Ader, Visit Estonia

Der estnische Naturkalender

Hier finden Sie alles Wissenswerte und die jeweils besten Zeiten für Tierbeobachtungen in Estland.

Sie lieben die Natur? Sie möchten Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung erleben? Sie sind Vogel-Liebhaber und können Stunden damit zubringen, die gefiederten Freunde zu beobachten? Sie werden Estland in Ihr Herz schließen!

Fangen wir mal mit den Waldtieren an ...

Der Alutaguse-Nationalpark beherbergt den größten Bärenbestand Estland und ist das einzige erhaltene Refugium für die seltenen Flughörnchen. Beide lassen sich am besten von April bis Ende Juli beobachten.

Es gibt spezielle Bärenbeobachtungshütten; hier kann man die großen Tiere geschützt und aus sicherer Entfernung beobachten. Einem Bären irgendwo im Wald von Angesicht zu Angesicht zu begegnen, ist eher keine gute Idee!

Wir empfehlen, an einer Tour mit einem versierten Natur-Guide teilzunehmen, der einem auch viele interessante Dinge über die Tiere erzählen wird.

Bärenbeobachtungshütte im Alutaguse Nationalpark

Quelle: Priidu Saart, Visit Estonia

Tierische Termine

Das Verfolgen von Tierspuren ist echte Detektivarbeit – und die empfiehlt sich vor allem von Oktober bis Dezember oder von Februar bis März.

Wenn Sie Estlands größte Katze, den Luchs, sehen wollen, schlagen Sie sich im Februar und März in den Wald - dann sind Luchse auf Partnersuche und daher ziemlich viel unterwegs.

Wildschweine und Biber sind von April bis August aktiv - die Zeit, in der der estnische Sommer in vollem Gange ist. Elchfans hingegen können sich im Sommer ausruhen - die beste Zeit, um das Großwild in freier Wildbahn zu beobachten, ist der Herbst.

Wie klingt das Heulen eines Wolfs oder eines Schakals? Das finden Sie im August und September heraus.

Kegelrobben 

Robbenbabys sind so unwiderstehlich niedlich, dass man sie am liebsten knuddeln und mitnehmen möchte. Im Februar und März kann man den possierlichen Nachwuchs an den Stränden beobachten. Aber auch wenn sie verlassen zu sein scheinen, sollten Sie nicht versuchen, sie zu "retten" - sie kommen gut allein zurecht.

Im Juli und August tummeln sich die Eltern – große, flauschige Robben – an den Stränden; sie baden hier gern in der Sonne.

Robben vor der Küste Estlands beobachten

Sie sind bei Groß und Klein gleichermaßen beliebt, sie sind neugierig und sie lieben Musik: Vor der Küste Estlands leben etwa 4.000 Kegelrobben.

Robben vor der Küste Estlands beobachten

Quelle: Jarek Jõepera, toolbox

Vogelbeobachtung

Estland liegt genau auf der Flugroute von mehr als zehn Millionen arktischen Wasservögeln. Eine geeignete Küstenlinie, zahlreiche Inseln, Wälder, Sümpfe und vielfältige Kulturlandschaften sind für die Vogelbeobachtung bestens geeignet.

Während einer einwöchigen Beobachtungsreise kann man in der Regel 180-190, mit etwas Glück sogar mehr als 200 Vogelarten beobachten. Beobachtungstürme gibt es in fast jeder Ecke Estlands. Wenn Sie Ihre Vogelbeobachtung vertiefen oder sich erstmal einen Überblick verschaffen wollen, nehmen Sie an einer der zahlreichen organisierten Vogelbeobachtungs-Touren teil!

Am eindrucksvollsten ist der Vogelzug, wenn Sie Millionen von Vögeln gleichzeitig am Himmel sehen. Dank der zahlreichen Ramsar-Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung und der abwechslungsreichen Landschaft können Sie in Estland fast 400 Vogelarten beobachten, von denen mehr als 200 auch hier nisten.

Da müssen Sie hin!

Der wichtigste Zwischenstopp für Zugvögel ist der Matsalu-Nationalpark. Eine noch größere Artenvielfalt findet man in der Nõva-Region am Kap Põõsaspea, wo die Route der Zugvögel durch eine Art Flaschenhals führt. Auch an der Spitze der Halbinsel Sõrve gibt es gute Plätze zur Vogelbeobachtung.

Außer an der Küste sind die Zugvögel auch an den Gewässern im Landesinneren, vor allem am Peipus-See und am Võrtsjärv-See anzutreffen.

Gefiederte Termine

Die Saison beginnt bereits im März, erreicht im Mai ihren Höhepunkt und klingt Mitte Juni wieder ab, während der Herbstzug im September/Oktober eher bescheiden ausfällt. Dann allerdings hört man die kräftigen Trompetenstöße der Reiherschwärme.

Seeadler sind am ehesten im Februar, März und dann wieder im Oktober und November unterwegs.

Die größte Wasservogelwanderung findet von März bis April und noch einmal von September bis Oktober statt. Spechte sind am ehesten im März und April zu sehen; der Mai ist die Zeit für Singvögel, Steinadler und Watvögel.

Quelle: Hans Markus Antson

Die Natur zu allen Jahreszeiten erkunden

Natürlich werden die meisten Naturreisen und -wanderungen in unserer Klimazone im Sommer unternommen. Aber auch die anderen Jahreszeiten bieten Gelegenheit zu wunderbaren Naturerlebnissen. 

Im Winter, beispielsweise, werden in Estland häufig Laternenwanderungen in den Abendstunden organisiert; sie haben einen ganz eigenen Zauber.

Das Gleiche gilt für Schneeschuhwanderungen! Auch wenn diese interesssanten Gehwerkzeuge auch im Sommer zum Einsatz kommen – man schnallt sie an, um Moorlandschaften gefahrlos querfeldein zu erkunden –, ist das Gehen mit ihnen im Winter ein Erlebnis für sich.

In den letzten Jahren sind auch Touren mit Tretschlitten sehr beliebt geworden, die für Wanderer jeden Alters geeignet sind – für kleine Kinder gibt es die Schlitten mit Sitz. Und man kann sogar nächtliche Kanutouren unternehmen!

Hier finden Sie zahlreiche Möglichkeiten für Winterwanderungen.

Jede Jahreszeit hat in Estland etwas Einzigartiges:

Übrigens …

Haben Sie schon gehört, dass in Estland auch Fototouren organisiert werden? Der Guide führt Sie zu bezaubernden Orten, an denen Sie tolle Fotos schießen können. Wenn Sie Anfänger sind, weist er Sie in die Grundzüge des Fotografenhandwerks ein und zeigt Ihnen Techniken, mit deren Hilfe Sie in Zukunft die Schönheit der Natur treffsicher einfangen können.

Lassen Sie sich inspirieren ...