Alter Glauben der estnischen Seemänner

Quelle: Kristjan Lust, Visit Estonia

Alter Glauben der estnischen Seemänner

Quelle: Kristjan Lust, Visit Estonia

Wenn in Estland segelt, ist es gut zu wissen, dass die Esten von sich selbst glauben eine frühgeschichtliche Naturreligion zu sein, daher haben Animismus und alter Glauben immer einen gewissen Platz in unserer Kultur und Denkweise eingenommen. Schließlich sind wir Wikinger und es gibt einige alte Geschichten, die bezeugen, dass die Insel Saaremaa das wahre Ende der Welt ist bzw. das Ultima Thule (der äußerste Norden). Einige maritime Traditionen sind weltweit bekannt, manche sind örtlich und einzigartig - es hängt von Ihnen ab am sie zu glauben oder nicht, aber am besten ist vorbereitet zu sein.

  • Auf dem Wasser, entweder auf der See, auf Seen oder Flüssen, die Seejungfrau oder Sirene oder „Näkk" ist die am weitest Verbreitetste. „Näkk" ist eine menschenähnliche Kreatur (Mann oder Frau), manchmal mit Kleidern, manchmal ohne und kann Fischzähne haben und wird normalerweise aus ertrunkenen Männern geboren. Näkk kann sich als Riff oder im Flachen verbergen, irgendwo um Seemänner zu ertränken. Während der Winterzeit werden sie als Felsen, die sich selbst durchs Eis nach oben drücken gesehen. Zuletzt, die Idee einer schönen Frau, die singt und Musik spielt ist ebenso allgemein verbreitet.

Eine menschenähnliche Kreatur: „Näkk"

Photo von: Siiri Kumari

  • Ahti - am ähnlichsten zum Meeresgott, ist sehr wahrscheinlich finnischer Abstammung. Es gibt auch Quellen über die Mutter der Meere, besonders auf Saaremaa, die die Kraft hat, den Fischern Glück zu bringen (oder wegzunehmen). Manche Fische aus dem täglichen Fang werden daher geopfert, manchmal auch Salz oder sogar Pferde. Heutzutage ist der Brauch sehr verbreitet etwas Alkohol vor dem Auslaufen ins Meer zu gießen.

Die Tradition zu Beginn einer Meeresreise etwas Alkohol ins Meer gießen, ist sehr verbreitet.

Photo von: Randel Kreitsberg

  • Frauen und Katzen brachten den estnischen Seemännern und Fischern schon seit Ewigkeiten Unglück - oder zumindest wurde daran geglaubt. Männer fuhren seit Jahrhunderten geheim und früh am Morgen zur See, absichtlich, um ein Treffen mit Beiden zu vermeiden. Die Zeiten haben sich geändert, zum Glück.

Frauen und Katzen haben den estnischen Seemännern Unglück gebracht.

Photo von: Mariana Hint-Rääk

  • Auf der anderen Seiten, Raten haben immer, und dies in vielen Ländern, Glück für ein Schiff gebracht. In Estland, Bettwanzen und Grasschlangen waren auch begünstigt - die Letzteren können auch als getrocknete Stückchen in kleinen Täschchen bei sich getragen werden. Sogar heutzutage, bei verbesserten sanitären Bedingungen, werden rattenähnliche Spielzeuge von Seemännern an Bord mitgenommen.

Rattenähnliche Spielzeuge an Bord zum Glück bringen

Photo von: Randel Kreitsberg

  • Kotermann (auch bekannt als Potermann, Klabautermann) leben in Schiffen und sind normalerweise gute Geister, außer sie haben schlechte Laune. Wieder, das Gießen von etwas Alkohol in einen Kettenkasten hilft. Kotermann ging mit der ersten Welle mit einer Schiffsbauaxt an Bord des Schiffes.
  • Und zu guter Letzt können Sie eine Münze unter dem Masten und einige Körner in einem Stamm um des schnellen Segelns Willen aufbewahren - deshalb sind die estnischen Segler bei Regatten weltweit so gut.

Drei estnische Teams sind unter den TOP 10 bei den ORC Weltmeisterschaften

Photo von: Piret Salmistu

Zuletzt aktualisiert: 11.12.2017

Thema: Westestland, Die Inseln, Nordestland, Aktivitäten & Abenteuer