Lass uns spielen!

Quelle: Katrina Tang. Visit Estonia

Lass uns spielen!

Eine spannende Nachtwanderung durch den Taigawald, eine Bootsfahrt zu den Robbenbänken, eine Moorschuhwanderung, eine Nacht in einer Bärenbeobachtungshütte oder im Zelt auf einer einsamen Insel, sowie Begegnungen mit Elchen, Bären, Wölfen und Bibern in freier Natur und von Angesicht zu Angesicht – das ist der Stoff, aus dem Kinderreiseträume gemacht sind. Und genau das ist es auch was Estland so besonders macht.



Ein absolut einzigartiges Erlebnis nicht nur für Kinder ist es, wilde Tiere in ihrem natürlichen Habitat zu beobachten. In Estland leben rund 600 Bären, vor allem im Alutaguse Nationalpark. Hier werden geführte Touren auf den Spuren von Meister Petz angeboten. Achtung: Bären halten Winterschlaf, die beste Zeit ist zwischen Mai und Juni sowie September bis Oktober. Was für ein wohliger Nervenkitzel, wenn man bei jedem Rascheln erwartet, gleich einem echten Bären gegenüber zu stehen!

Doch auch die reine Natur bietet Raum für eine große Portion Abenteuer. Kinder gelten in der Regel nicht als die größten Wanderfreunde – das wird sich in Estland schnell ändern. In allen Regionen des Landes animieren befestigte Wanderwege dazu, der Natur auf die Spur zu kommen. Wasserfälle, Hängebrücken, wilde Wälder und rauschende Flüsse sorgen dabei für die notwendige Motivation und Abwechslung. Zu den beliebtesten Wanderwegen zählen der Keila-Joa Park Naturpfad im Norden des Landes, der Riisa Naturpfad im Soomaa Nationalpark in West-Estland oder der Taevaskoja Wanderpfad im Süden.



In vielen der Nationalparks und Wäldern ist es übrigens möglich, die Nacht im Zelt oder in einer Wanderhütte „in der Wildnis" zu verbringen. Vor allem Stadtkinder bekommen angesichts des funkelnden Sternenhimmels sicher leuchtende Augen.

Und nicht nur in Estlands Wäldern und Nationalparks gilt das Motto „Natur pur". Mit über 4000 Küstenkilometern und mehr als 1.500 Inseln eignet sich Estland hervorragend für einen Strandurlaub. Die vielen Strände des Landes sind niemals überlaufen und dazu lang, sandig, umringt von duftenden Pinienwäldern und mit Annehmlichkeiten wie Duschen, Umkleidekabinen und Spielplätzen ausgestattet. Zu den beliebtesten Stränden in Estland zählen Narva-Jõesuu weit oben im Norden, Pärnu, der Sommerhotspot des Landes, oder Kuressaare auf der größten Insel Saaremaa, der mit seinem flachen Wasser besonders gut für kleinere Kinder geeignet ist. Auf fast allen Inseln gibt es zudem zahlreiche „geheime" Strände, die gut versteckt hinter großen Sanddünen liegen. Auch die Seen im Süden des Landes, allen voran der bekannte Peipussee, laden zum Plantschen, Sonnen und Toben ein.



Bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung, - und auch Regentage sind in Estland alles andere als langweilig. Dafür sorgen Themen- und Abenteuerparks sowie interaktive Museen, die zum Lernen, Entdecken und Mitmachen einladen.

Ein absolutes Highlight ist der Themenpark Lottemaa bei Pärnu, der größte Familienpark des Baltikums, wo sich alles um Lotte aus dem Kinderfilm Lotte im Dorf der Erfinder dreht. Das ganze Dorf wurde hier in einem Wald nahe dem Strand zum Leben erweckt und kann auf spielerische Weise entdeckt werden. Besonders ist auch die Nähe zur Natur, die durch Waldspielplätze und viel Holz gegeben ist. Auf Kika war übrigens schon die deutsche Version der Kinderserie zu sehen – die perfekte Einstimmung für einen spannenden Tag mit Lotte und ihren Freunden.



In Ilons Wunderland in Haapsalu im Westen des Landes werden die Zeichnungen von Ilon Wikland, der Illustratorin von Astrid Lindgrens Büchern, zum Leben erweckt. Auf drei Etagen warten die Charaktere der beliebten Kinderbücher und wecken auch bei den Eltern Kindheitserinnerungen. In Karlssons Zimmer und in Ilons Küche kann nach Herzenslust gebastelt werden, regelmäßig finden Thementage statt und von Mai bis August können sich die Besucher auf dem Hof und im Bastelschuppen austoben.

„Wissen macht AHA" heißt es nicht nur in der gleichnamigen Kindersendung sondern auch im Wissenschaftszentrum AHHAA in Tartu. Spannende Fakten und Informationen aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Bereichen werden auf anschauliche Weise vermittelt, selber ausprobieren ist dabei ausdrücklich erwünscht.



Das Abenteuerzentrum Kiviõli befindet sich auf der alten Abraumhalde im Norden der Stadt Kiviõli. Während im Winter Schneeliebhaber in den Genuss eines Ski- und Snowboardparks sowie einer Snowtubing-Bahn kommen, sorgen im Sommer ein Fitnessparcours, Downhillstrecken, eine 700m lange Zip-Line und ein Disc-Golf-Gelände für Adrenalinschübe. Motorsportfans sollten das angrenzende Motocross-Zentrum mit Estlands erstem WM-Parcour besuchen, wo im Sommer das zweitägige Moto-Festival von Kiviõli ausgetragen wird.

Dazu gesellen sich jede Menge einmalige Erlebnisse. Wo sonst gibt es beispielsweise ein Festival der fröhlichen Kinder? Jedes Jahr im Sommer ist der Strandpark in Pärnu nur Familien gewidmet, er wird zu einem riesigen Spiel- und Lernbereich wo es viel zu entdecken, zu basteln, zu tanzen und singen, zu toben und zu genießen gibt. Hier stehen die Kinder ganz klar im Mittelpunkt und können sich, wie einst Pipi Langstrumpf, die Welt so machen, wie sie ihnen gefällt.



Wer die Welt gern aus einer anderen Perspektive betrachtet, ist im umgedrehten Haus in Tartu genau richtig. Hier wird alles auf den Kopf gestellt, der Gleichgewichtssinn auf die Probe gestellt und einmalige Fotomotive geschaffen.

Grundsätzlich sind in Estland Kinder immer willkommen, ob auf dem Land oder in der Stadt, im Restaurant und im Spa Hotel. Spielzimmer und Spielplätze gehören überall dazu, und in speziellen Familienhotels kommt jeder auf seine Kosten.

Zahlreiche deutsche Reiseveranstalter bieten spezielle Reisen nach Estland mit Kindern an. Selbstverständlich kann man sich die perfekte Familienreise auch individuell organisieren.


Zuletzt aktualisiert: 21.08.2019

Thema: Familienurlaub, Südestland, Westestland, Nordestland

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