Leckere Souvenirs aus Estland

Quelle: Renee Altrov, Visit Estonia

Leckere Souvenirs aus Estland

Es ist gute Tradition, den lieben Daheimgebliebenen Souvenirs aus dem Reiseland mitzubringen. Wer Estland besucht, hat die Qual der Wahl: Es gibt authentisch Estnisches für fast alle Lebenslagen; inzwischen gibt es sogar mobile Saunas. Wer zu Hause vor allem Leckermäulchen beglücken will, dem seien hier die schönsten estnischen Mitbringsel aus der kulinarischen Sparte empfohlen – von Marzipan bis Gin.


Marzipan

Selbstgemachte Leckerei

In einem Workshop bei Örrekese kann man selbst Marzipantrüffel herstellen.

Foto: Örrekese, Visit Estonia

Während die Gelehrten sich mittlerweile relativ sicher sind, dass Marzipan ursprünglich aus dem Orient stammt, streiten Esten und Deutsche – bzw. Tallinner und Lübecker – leidenschaftlich darüber, wer die wunderbare Mandelnascherei erfunden hat. Das estnische Narrativ geht so: In der Ratsapotheke in Tallinn begann man zu Beginn des 17. Jahrhunderts, Marzipanmasse zuzubereiten, da sie ärztlicherseits verordnet wurde. Damit, so ist man sich sicher, war der Startschuss zum weltweiten Siegeszug des Marzipans gefallen. Heute jedenfalls kann man in Estland selbst lernen Marzipan und Marzipantrüffel herzustellen, zum Beispiel in der Marzipanküche des traditionsreichen Tallinner Cafés Maiasmokk.


Honig

Honighütte auf dem Zwiebelweg

In der Honig-Werkstatt am Peipussee kann man Interessantes über den Honig lernen und natürlich verschiedene Honigsorten probieren.

Foto: Herling Mesi, Visit Estonia

Wenn Sie Weihnachten im Hause einer estnischen Familie auf dem Land feiern, erhalten Sie mit Sicherheit ein Glas Honig aus dem eigenen Bienenstock als Geschenk. Honig macht nicht nur das Leben süßer, sondern stärkt auch das Immunsystem. In Estland wird Honig nicht nur zum Kochen, sondern auch häufig im Zuge von Wellnessanwendungen verwendet – zum Beispiel für Massagen und Ganzkörperwickel.


Schwarzbrot

Estland ist neben Deutschland eines der wenigen Länder mit einer echten Brotkultur. Das „must leib" – ein aus Roggensauerteig gebackenes, malziges Schwarzbrot – ist eines der historisch am längsten nachweisbaren estnischen Lebensmittel und erobert seit einigen Jahren die estnischen Haushalte zurück. Es ist ein regelrechter Hype um das dunkle Brot entstanden: Die junge Generation fragte ihren Großeltern Löcher in den Bauch, um das Familienrezept zu sichern und die gaben bereitwillig Auskunft, nicht selten mit frei erfundenen speziellen Zutaten. Wie auch immer: „must leib" lebt und ist mittlerweile überall in Estland zu bekommen: in Restaurants, Hotels, beim Bäcker und in Supermärkten – oft mit einem speziellen Twist wie eingebackenen Johannisbeeren. Da das Brot sich lange frisch hält, eignet es sich auch hervorragend als Mitbringsel.


Schokolade und Pralinen

Wenn Schokolade, dann Kalev!

In den wichtigsten Städten Estlands gibt es Läden des Süßigkeiten-Großmeisters Kalev.

Foto: AS Kalev, Visit Estonia

Zu Hause wartenden Süßschnäbeln können Sie mit Schokolade oder Pralinen aus dem Hause Kalev ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Kalev ist die estnische Genussfabrik, wenn es um Süßes geht. Die Auswahl ist riesig und es gibt durchaus besondere – man möchte hier und da sagen: auch gewagte – Kombinationen wie Schokolade mit Moos und mit ... Fisch!


Kohuke – die estnische Quark-Schnitte

Diese Spezialität kann schnell zur Sucht werden und ist wirklich etwas Besonderes. Kohuke ist eine Quarkmasse – bisweilen gefüllt mit Marmelade -, die mit einem Schokoladen- oder Zuckergussüberzug versehen wird. Kohuke ist in vielen verschiedenen Varianten in allen Supermärkten erhältlich. Auch hier werden Workshops angeboten, in denen man seine eigenen Kohuke-Kreationen herstellen kann.


Alkoholika

Der Weinkeller von Põltsamaa

Von Apfelwein bis Gin: Estland liebt alkoholische Besonderheiten

Foto: Visit Estonia

International am bekanntesten dürfte der Rum basierte, dunkle estnische Likör „Vana Tallinn" sein. Es gibt ihn in verschiedenen Stärken und man kippt ihn am liebsten in den Kaffee oder Tee. Die Esten experimentieren gern und so nimmt es nicht Wunder, dass auch im alkoholischen Segment diverse besondere Produkte erhältlich sind. Insbesondere die Apfelweinherstellung (Cidre) und das Brauen von Craftbieren hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen und zum Teil für internationale Beachtung gesorgt. Auch der weltweite Gin-Hype ist in Estland nicht folgenlos geblieben und so wird auf der Insel Saaremaa mittlerweile Gin destilliert. Das begleitende Sodawasser gibt es dort direkt dazu – es wird aus den Nadeln von ausgedienten Weihnachtsbäumen hergestellt.

Zuletzt aktualisiert: 14.11.2019

Thema: Geschichte & Kultur, Einkaufen, Essen, Trinken & Nachtleben

Lass dich inspirieren