Neue Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele 2019

Quelle: Mariann Liimal, Visit Estonia

Neue Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele 2019

Estland ist beliebt für seine abwechslungsreiche Natur mit Wäldern, Moorlandschaften, Seen, Inseln und der vielgestaltigen Ostseeküste. Kultur-Urlauber zieht es vor allem in die Altstadt von Tallinn  oder in diejenige von Tartu. Das kleine Land mit seinen nur 1,3 Millionen Einwohnern hat aber noch viel mehr zu bieten. 

Die Palette der Ausflugsziele reicht von historischen Sehenswürdigkeiten über zahlreiche Museen bis hin zu modernen Vergnügungsparks. Estland verfügt über 250 Museen. Das ist die höchste Museumsdichte pro 100.000 Einwohner in Europa. Und trotzdem finden die Esten, dass das alles nicht genug ist und ergänzen das Angebot immer weiter.

Auch wenn Sie glauben, Sie haben in Estland schon alles gesehen: haben Sie nicht. Wir übrigens auch nicht. Denn auch in dieser Saison werden wieder viele Sehenswürdigkeiten eröffnet. Hier stellen wir die wichtigsten neuen Attraktionen des Jahres 2019 zusammen. Es bleibt spannend!


T1 Einkaufszentrum Tallinn

Das neue Tallinner Einkaufszentrum T1 mit Riesenrad

Foto: Taevapark, Visit Estonia

Im Winter 2018 eröffnet, ist die T1 Shopping Mall das neueste Einkaufszentrum der Hauptstadt. Im Dachgeschoss des Einkaufszentrums befindet sich der Super Skypark mit Innen- und Außenbereichen, einem 4D-Kino, dem größten Trampolin-Zentrum Europas, einem Kletterpark und – ab Frühjahr 2019 – dem Aussichts-Riesenrad auf dem Dach des Gebäudes. Aus einer Höhe von maximal 120 Metern – dem Scheitelpunkt des Riesenrades – hat man dann einen unvergleichlichen Blick über Tallinn, den Ülemiste-See und den Flughafen der Hauptstadt. Und das dank der geschlossenen Gondeln bei jedem Wetter.


Das Arvo-Pärt-Zentrum

Im vergangenen Herbst wurde das Arvo-Pärt-Zentrum in Laulasmaa an der Bucht von Lahepere rund 50 Kilometer westlich von Tallinn eröffnet. Der 1935 im estnischen Paide geborene Arvo Pärt ist unbestritten der bekannteste klassische Komponist unserer Zeit. Das ihm zu Ehren gebaute Zentrum verfügt über eine einzigartige Architektur, die sich harmonisch in die natürliche Umgebung Laulasmaas einfügt. Musikliebhabern und natürlich insbesondere Arvo-Pärt-Fans wird hier ein tiefer Einblick in Werk und Biographie des Komponisten gewährt. Es werden wechselnde Ausstellungen, Filme, Führungen und abendliche Gespräche angeboten.

Die Mauer der Erinnerung (rechts) 

Sie listet die Namen von 22.000 Menschen auf, die unter der kommunistischen Herrschaft verschwunden sind.

Foto: Kommunismiohvrite memoriaal, Visit Estonia

In Tallinn, auf einem weitläufigen Grundstück an der Straße nach Pirita, wurde im August 2018 die Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus eröffnet. Sie ist den Einwohnern Estlands gewidmet, die unter dem sowjetischen Terror gelitten haben. Der Eintritt ist frei und das ganze Jahr hindurch möglich.


Aparaaditehas Creative City

Das neue Zuhause der Kreativ-Szene Tartus

Foto: Riina Varol, Visit Estonia

Tartu ist eine alte Stadt mit junger Seele. Am Standort einer der ältesten Universitäten Nordeuropas tummelt sich eine lebendige Kultur- und Kreativszene. Die hat nun in der Aparaaditehas Creative City eine neue Heimat gefunden. Auf dem Gelände eines alten Gerätewerks sind Ateliers und Werkstätten von Künstlern, Designern und Kunsthandwerkern entstanden. Es gibt gastronomische Betriebe und regelmäßig findet hier ein Straßenmarkt statt.


Der Alutaguse Nationalpark

Mit etwas Glück lassen sich hier auch Bären beobachten.

Foto: Jürgen Voolaid, Visit Estonia

Der jüngste Nationalpark Estlands liegt im Nord-Osten des Landes. Er ist der sechste Spross der estnischen Nationalparkfamilie und erstreckt sich über 43.000 Quadratkilometer. Auf seinem Gelände finden sich die größten Nadelwälder des Landes – und auch der längste Sandstrand. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen außerdem die Smolnitsa-Düne im Norden des Peipus-Sees, der Fluss Narva und Europas ausgedehntestes Sumpfgebiet in Puhatu. Tierfreunde können hier Steinadler, europäische Flughörnchen und Bären beobachten



Zwei neue Wellness-Oasen – und eine wiedererweckte

Für Entspannung sorgen Estlands wunderbare Wellness-Einrichtungen. Zwei haben kürzlich neu eröffnet:

Das SPA auf Schloss Wagenküll im Süden Estlands bietet Wohlfühl-Auszeiten in gehoben-luxuriösem Ambiente. Die Einrichtung besticht durch das beruhigende Spiel mit Licht und Farbe. Neben dem Schwimmbad gibt es hier diverse Saunen und eine erfrischende Kaltwasser-Landschaft.

Das Kur- und Wellnesshotel Wasa bietet medizinische Wellness an. Hier lassen sich bequem ein paar Kurtage im klassischen Sinn verleben. Die Einrichtung gibt es schon seit 1938. Jetzt findet man sie in einem hübschen Holzgebäude im beliebten estnischen Seebad Pärnu.

Das Kalev-SPA in Tallinn ist seit geraumer Zeit geschlossen. Die bekannte Wellness-Einrichtung in der Hauptstadt wird von Grund auf renoviert, um zur Eröffnung dann in neuem Glanz zu erstrahlen. Als Termin gibt die Geschäftsführung den März 2019 an.


Das Erlebniszentrum Thule Koda

So wird es aussehen, das Erlebnis-Museum auf Saaremaa

Zeichnung: Thule Kola, Visit Estonia

Das Erlebnis-Zentrum Thule Koda wird in diesem Jahr in Kuressaare, der Hauptstadt der Insel Saaremaa, eröffnet. Es möchte Besucher augenzwinkernd und mit gehörigem Schalk im Nacken einen vielleicht nicht ganz der historischen Wirklichkeit entsprechenden Einblick in die Geschichte Saaremaas geben. Das Motto der Einrichtung: "Glaub' nicht alles, was du siehst!" – Wir sind gespannt!


Das Pfarrschulen-Museum in Palamuse

Das Klassenzimmer der Pfarrschule 

Foto: Liina Laurikainen, Visit Estonia

Kennern des estnischen Kinos wird einiges bekannt vorkommen, denn hier wurde der berühmte estnische Film "Kevade" ("Frühling") gedreht: der Klassenraum und die Wohnung des Küsters sind vermutlich allen Zuschauern in Erinnerung geblieben. Das komplette Gebäude-Ensemble der historischen Pfarrschule in Palamuse wurde behutsam renoviert und ist jetzt als Oskar Luts-Museum für das Publikum geöffnet. Besucher erhalten hier auf Schritt und Tritt einen authentischen Eindruck der typischen kleinen Pfarrschulen des ausgehenden 19. Jahrhunderts und können sich mit der Geschichte des Films "Kevade" befassen, der maßgeblichen Einfluss auf die Kultur Estlands ausgeübt hat.


Die Schatzkammer der Universität Tartu

Die Schatzkammer auf dem Tartuer Domberg 

Foto: Museum der Universität Tartu, Visit Estonia

Im Mittelpunkt der im vergangenen Dezember eröffneten neuen Ausstellung in der Schatzkammer der Universität Tartu steht die Geschichte der Alma Mater selbst. Die Entwicklung der Fakultäten und der hier durchgeführten Forschung in den vergangenen Jahrhunderte werden in den Blick genommen. Die Schatzkammer ist Teil des Universitätsmuseums auf dem Domberg.


Und das ist noch längst nicht alles. Weitere Attraktionen werden im Laufe des Jahres 2019 an den Start gehen. Im Schloss von Haapsalu, beispielsweise, wird es ein interaktives Museum zur Geschichte des Mittelalters geben. Geplanter Eröffnungstermin: Sommer 2019.

Neues ist auch im bereits bekannten estnischen Landstraßenmuseum (Südestland, zwischen Tartu und Võru) unterwegs. Dort entsteht ein Verkehrserziehungs-Zentrum und eine Ausstellung zur Ära des Automobils. Beides soll Mitte des Jahres eröffnet werden.

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