Neue Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele 2019

Quelle: Kaval Ants Stuudio, Visit Estonia

Neue Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele 2019

Estland ist beliebt für seine abwechslungsreiche Natur mit Wäldern, Moorlandschaften, Seen, Inseln und der vielgestaltigen Ostseeküste. Kultur-Urlauber zieht es vor allem in die Altstadt von Tallinn  oder in diejenige von Tartu. Das kleine Land mit seinen nur 1,3 Millionen Einwohnern hat aber noch viel mehr zu bieten. 

Die Palette der Ausflugsziele reicht von historischen Sehenswürdigkeiten über zahlreiche Museen bis hin zu modernen Vergnügungsparks. Estland verfügt über 250 Museen. Das ist die höchste Museumsdichte pro 100.000 Einwohner in Europa. Und trotzdem finden die Esten, dass das alles nicht genug ist und ergänzen das Angebot immer weiter.

Auch wenn Sie glauben, Sie haben in Estland schon alles gesehen: haben Sie nicht. Wir übrigens auch nicht. Denn auch in dieser Saison haben wieder viele Sehenswürdigkeiten eröffnet. Hier stellen wir die wichtigsten neuen Attraktionen des Jahres 2019 zusammen. Es bleibt spannend!


Fotografiska Tallinn

Das Fotografiemuseum Fotografiska in Telliskivi

Foto: Salto Arhitektid, Visit Estonia

Im Jahr 2010 haben die Brüder Jan und Per Broman gemeinsam mit der weltbekannten Fotografin Annie Leibovitz in einem riesigen alten Art Nouveau-Zollhaus im Stockholmer Hafen ein privates Fotomuseum gegründet: Fotografiska war geboren und zieht mit seinem innovativen Konzept seither viele kreative Menschen an. Ziel der Unternehmung ist es ganz explizit, zur Veränerung der Gesellschaft beizutragen – hin zu mehr Bewusstsein, Kreativität, Miteinander, Toleranz und Verantwortung.

Der große Erfolg Fotografiskas hat die beiden Gründer-Brüder Broman – beide selbst passionierte Fotografen – zu einem gewagten Plan animiert: Sie wollen expandieren. Und zwar im ganz großen Stil. Drei Dépendancen sind entstanden: in New York, in London und in Tallinn.

Auf dem Kreativcampus Telliskivi im Stadtteil Kalamaja hat Fotografiska im Juni 2019 das bekannte "Rote Haus" bezogen, das von den Betreibern bislang trotz lukrativer Angebote internationaler Unternehmen für eine besondere Nutzung freigehalten wurde. Diese Strategie hat sich gelohnt, denn etwas Besseres als Fotografiska konnte Telliskivi nicht passieren.


PROTO – die Entdeckungsfabrik

Stellen Sie sich vor, Sie fahren das erste Auto, die erste Lokomotive oder den ersten Heißluftballon der Welt oder laufen auf dem Ozeanboden... Jetzt ist es möglich - endlich ist die europaweit einzigartige PROTO-Erfindungsfabrik eröffnet! Nur hier, in der ehemaligen streng geheimen U-Boot-Fabrik, können Sie Prototypen erstaunlicher Erfindungen begegnen, die mit Hilfe der neuesten Technologie vor Ihren Augen zum Leben erweckt werden. Möchten Sie etwas kreieren, erfinden, fliegen, studieren oder mit Ihren eigenen Händen schaffen? Genau dafür ist PROTO da und bietet sowohl den jungen als auch den älteren Besuchern fantastische Erlebnisse.


Das KAI Kunstzentrum

Das KAI Kunstzentrum im Port Noblessner, Tallinn

Foto: KAOS Arhitektid, Visit Estonia

Im Port Noblessner entsteht seit geraumer Zeit ein neuer und jetzt schon angesagter Stadtteil Tallinns. In einem denkmalgeschützten Ziegelbau direkt am Hafen, der einst als U-Boot-Werft diente, wird im September ein neues Zentrum für zeitgenössische lokale und internationale Kunst und Kultur eröffnen.

Das Kai Art Center verfügt über 450 qm Ausstellungsfläche und einen großen Saal, in dem es Filmvorführungen und Konzerte geben wird. Außerdem sind im Gebäude Ateliers und Arbeitsräume für Künstlervereinigungen untergebracht. Im 1. Stockwerk betreiben die ausgezeichneten estnischen Köche Janno Lepik und Kristjan Peäske (Restaurants Leib und Umami) mit dem LoRe einen weiteren exquisiten Gourmet-Tempel. Am 20. September öffnet das Kai Art Center seine Tore.


Das Erlebniszentrum Thule Koda

Tekstikasti pealkiri

Foto: Andres Tinno, Visit Estonia

Das Erlebnis-Zentrum Thule Koda wurde in diesem Jahr in Kuressaare, der Hauptstadt der Insel Saaremaa, eröffnet. Es möchte Besucher augenzwinkernd und mit gehörigem Schalk im Nacken einen vielleicht nicht ganz der historischen Wirklichkeit entsprechenden Einblick in die Geschichte Saaremaas geben. Das Motto der Einrichtung: "Glaub' nicht alles, was du siehst!" 


Die sanierte Burg Narwa

Die Burg Narwa im Sonnenuntergang

Foto: Julia Stantsik, Visit Estonia

Im Herbst 2019 wird die vollständig renovierte Burg in Narwa wieder für das Publikum geöffnet. Die Festung mit ihrem bekannten Turm, dem 51 Meter hohen "Langen Hermann", war zwar seit jeher der am besten erhalten gebliebene und der vielseitigste Schutzbau Estlands, musste aber nun doch hier und dort ein wenig renoviert werden. 


Das estnische Straßenmuseum

Neues im estnischen Straßenmuseum

Foto: Mikk Roben, Visit Estonia

Neues ist auch vom bereits bekannten estnischen Straßenmuseum (Südestland, zwischen Tartu und Võru) zu vermelden. Dort sind ein Verkehrserziehungs-Zentrum und eine Ausstellung zur Ära des Automobils entstanden. Das entsprechend erweiterte Museum ist seit Sommer 2019 komplett.


T1 Einkaufszentrum Tallinn

Das neue Tallinner Einkaufszentrum T1 mit Riesenrad

Foto: Taevapark, Visit Estonia

Im Winter 2018 eröffnet, ist die T1 Shopping Mall das neueste Einkaufszentrum der Hauptstadt. Im Dachgeschoss des Einkaufszentrums befindet sich der Super Skypark mit Innen- und Außenbereichen, einem 4D-Kino, dem größten Trampolin-Zentrum Europas, einem Kletterpark und – ab Frühjahr 2019 – dem Aussichts-Riesenrad auf dem Dach des Gebäudes. Aus einer Höhe von maximal 120 Metern – dem Scheitelpunkt des Riesenrades – hat man dann einen unvergleichlichen Blick über Tallinn, den Ülemiste-See und den Flughafen der Hauptstadt. Und das dank der geschlossenen Gondeln bei jedem Wetter.


Das Arvo-Pärt-Zentrum

Im vergangenen Herbst wurde das Arvo-Pärt-Zentrum in Laulasmaa an der Bucht von Lahepere rund 50 Kilometer westlich von Tallinn eröffnet. Der 1935 im estnischen Paide geborene Arvo Pärt ist unbestritten der bekannteste klassische Komponist unserer Zeit. Das ihm zu Ehren gebaute Zentrum verfügt über eine einzigartige Architektur, die sich harmonisch in die natürliche Umgebung Laulasmaas einfügt. Musikliebhabern und natürlich insbesondere Arvo-Pärt-Fans wird hier ein tiefer Einblick in Werk und Biographie des Komponisten gewährt. Es werden wechselnde Ausstellungen, Filme, Führungen und abendliche Gespräche angeboten.

Die Mauer der Erinnerung (rechts) 

Sie listet die Namen von 22.000 Menschen auf, die unter der kommunistischen Herrschaft verschwunden sind.

Foto: Kommunismiohvrite memoriaal, Visit Estonia

In Tallinn, auf einem weitläufigen Grundstück an der Straße nach Pirita, wurde im August 2018 die Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus eröffnet. Sie ist den Einwohnern Estlands gewidmet, die unter dem sowjetischen Terror gelitten haben. Der Eintritt ist frei und das ganze Jahr hindurch möglich.


Aparaaditehas Creative City

Das neue Zuhause der Kreativ-Szene Tartus

Foto: Riina Varol, Visit Estonia

Tartu ist eine alte Stadt mit junger Seele. Am Standort einer der ältesten Universitäten Nordeuropas tummelt sich eine lebendige Kultur- und Kreativszene. Die hat nun in der Aparaaditehas Creative City eine neue Heimat gefunden. Auf dem Gelände eines alten Gerätewerks sind Ateliers und Werkstätten von Künstlern, Designern und Kunsthandwerkern entstanden. Es gibt gastronomische Betriebe und regelmäßig findet hier ein Straßenmarkt statt.


Der Alutaguse Nationalpark

Mit etwas Glück lassen sich hier auch Bären beobachten.

Foto: Jürgen Voolaid, Visit Estonia

Der jüngste Nationalpark Estlands liegt im Nord-Osten des Landes. Er ist der sechste Spross der estnischen Nationalparkfamilie und erstreckt sich über 43.000 Quadratkilometer. Auf seinem Gelände finden sich die größten Nadelwälder des Landes – und auch der längste Sandstrand. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen außerdem die Smolnitsa-Düne im Norden des Peipus-Sees, der Fluss Narva und Europas ausgedehntestes Sumpfgebiet in Puhatu. Tierfreunde können hier Steinadler, europäische Flughörnchen und Bären beobachten.


Zwei neue Wellness-Oasen – und eine wiedererweckte

Für Entspannung sorgen Estlands wunderbare Wellness-Einrichtungen. Zwei haben kürzlich neu eröffnet:

Das SPA auf Schloss Wagenküll im Süden Estlands bietet Wohlfühl-Auszeiten in gehoben-luxuriösem Ambiente. Die Einrichtung besticht durch das beruhigende Spiel mit Licht und Farbe. Neben dem Schwimmbad gibt es hier diverse Saunen und eine erfrischende Kaltwasser-Landschaft.

Das Kur- und Wellnesshotel Wasa bietet medizinische Wellness an. Hier lassen sich bequem ein paar Kurtage im klassischen Sinn verleben. Die Einrichtung gibt es schon seit 1938. Jetzt findet man sie in einem hübschen Holzgebäude im beliebten estnischen Seebad Pärnu.

Das Kalev-SPA in Tallinn war geraume Zeit geschlossen. Die bekannte Wellness-Einrichtung in der Hauptstadt wurde von Grund auf renoviert, und erstrahlt seit dem Frühjahr in neuem Glanz.


Das Pfarrschulen-Museum in Palamuse

Das Klassenzimmer der Pfarrschule 

Foto: Liina Laurikainen, Visit Estonia

Kennern des estnischen Kinos wird einiges bekannt vorkommen, denn hier wurde der berühmte estnische Film "Kevade" ("Frühling") gedreht: der Klassenraum und die Wohnung des Küsters sind vermutlich allen Zuschauern in Erinnerung geblieben. Das komplette Gebäude-Ensemble der historischen Pfarrschule in Palamuse wurde behutsam renoviert und ist jetzt als Oskar Luts-Museum für das Publikum geöffnet. Besucher erhalten hier auf Schritt und Tritt einen authentischen Eindruck der typischen kleinen Pfarrschulen des ausgehenden 19. Jahrhunderts und können sich mit der Geschichte des Films "Kevade" befassen, der maßgeblichen Einfluss auf die Kultur Estlands ausgeübt hat.


Die Schatzkammer der Universität Tartu

Die Schatzkammer auf dem Tartuer Domberg 

Foto: Museum der Universität Tartu, Visit Estonia

Im Mittelpunkt der im vergangenen Dezember eröffneten neuen Ausstellung in der Schatzkammer der Universität Tartu steht die Geschichte der Alma Mater selbst. Die Entwicklung der Fakultäten und der hier durchgeführten Forschung in den vergangenen Jahrhunderte werden in den Blick genommen. Die Schatzkammer ist Teil des Universitätsmuseums auf dem Domberg.


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