Öffne die Tür mit dem „Grünen Schlüssel“

Quelle: Toomas Tuul

Öffne die Tür mit dem „Grünen Schlüssel“

Quelle: Toomas Tuul

Unterkünfte kann man nach dem Preis, dem Standort, dem Frühstück und noch mehreren anderen Maßstäben aussuchen. Wenn die Grundbedürfnisse gesättigt sind, ist für viele Vielreisende bei gleichen Bedingungen ein weiterer Maßstab, wie der ökologische Fußabdruck während der Reise möglichst gering zu halten ist. Hier hilft das Umweltzeichen „Grüner Schlüssel".

Das internationale Umweltzeichen „Grüner Schlüssel" fand seinen Anfang im Jahre 1994 in Dänemark und bis heute haben sich diesem Zeichen 48 Staaten weltweit angeschlossen. Estland hat sich dem System 2001 angeschlossen und bis jetzt gibt es etwas mehr als 20 Unterkünfte die das Zeichen „Grüner Schlüssel" bekommen haben. Diese sind estlandweit sehr unterschiedlich: mit umweltfreundlichem Handeln beschäftigen sich sowohl große Hotels, als auch kleine Tourismusbauernhöfe und sogar Gästewohnungen.

In Estland koordiniert die Auszeichnung „Grüner Schlüssel" ds EAS Turismisarenduskeskus (Touristikentwicklungszentrum) in Zusammenarbeit mit dem Tallinner Zentrum des Stockholmer Umweltinstituts.

Was ist anders beim „Grünen Schlüssel"?

Ziel ist es einen Einklang zwischen Qualität und umweltfreundlichem Handeln zu finden. Hier eine Auswahl der wichtigsten den Besucher beeinflussenden Anforderungen, die die Besitzer des Grünen Schlüssels erfüllen.Die Einhaltung der Anforderungen wird regelmäßig kontrolliert.

Wasseranforderungen. Beginnend davon, dass Wasserhähne, Toilettenschüsseln, Duschen und Geschirrspülmaschinen nach den Gesichtspunkten des Wassersparens gewählt werden, z.B dass den Besuchern Leitungswasser angeboten und in der Toilette als Spülwasser Regenwasser benutzt wird.

Reinigungsanforderungen. Zusätzlich zu dem weitreichend bekannten Handtuchwechsel auf Wunsch des Kunden, ist die Verwendung von Putz- und Säuberungsmitteln genau dosiert und gewisse Mittel sind auch ausgeschlossen.

Müllanforderungen. Der Betrieb sortiert den Müll und hat dies für die Besucher sehr bequem organisert. Jegliches Überverpacken und Nutzung von Einmalgeschirr wird vermieden.

Energieanforderungen. Neue Geräte werden vom Energispar- und Energieeffizienzgrundsätzen ausgehend gekauft, es werden Timer genutzt, leere Zimmer werden nicht ohne Grund geheizt, Fettfilter und Ventilationsgeräte werden regelmäßig gewartet, damit diese den Energieverbrauch nicht erhöhen.

Nahrungsanforderungen. Das Frühstücksmenü beinhaltet mindestens 50% Nahrungsmittel oder Rohstoffe, die in Estland hergestellt wurden.Die auf örtlichen Traditionen beruhende Speise, deren Hauptzutaten in Estland hergestellt wurden, sind auch im A-la-Carte-Menü und für den Kunden sichtbar gekennzeichnet. Wünschenswert ist die Nutzung von Öko- und Fairtradeprodukten.

Pflege des Außenraums. Auf dem Territorium des Unternehmens werden keine Pestizide genutzt, es wird morgens oder abend gegossen, um Wasser zu sparen.

Einkäufe. Papierhandtücher und Toilettenpapier sind mit einem Ökokenneichen versehen oder sind aus chlorfreiem gebleichtem Papier, Büropapier hat auch ein Ökokennzeichen oder recycelt. Die Kriterien des „Grünen Schlüssels" befolgen auch die Anbieter der eingekauften Dienstleistungen (Wäsche waschen, Raumpflege) und andere mit dem Unternehmen verbundene Dienstleistungsanbieter nutzen Autos mit geringem CO2-Ausstoß.

Es können sich in Estland auch Attraktionen, Museen, Besucherzentren, Teemenparks, Tiergärten uä. dem „Grünen Schlüssel" anschließen.

Unternehmen mit der Auszeichnung „Grüner Schlüssel" in Estland

Zuletzt aktualisiert: 24.05.2017

Thema: Tourenarten