Reisetipps: Mit dem Wohnmobil nach Estland

Quelle: Taaniel Malleus, VisitEstonia

Reisetipps: Mit dem Wohnmobil nach Estland

Von:

Sabrina Bihler,FREEONTOUR


Das Camping-Portal Freeontour hat einige gute Tipps für die Reise mit Wohnmobil oder Wohnwagen nach Estland zusammengestellt, die wir mit freundlicher Genehmigung gerne auch bei uns veröffentlichen.


Allgemeine Reisetipps für Estland

Der estnische Name der Republik Estland lautet Eesti. Es ist der nördlichste Staat im Baltikum. Estland hat eine niedrige Bevölkerungsdichte, weitläufige Landschaften, viele Wälder, abgeschiedene Inseln und eine tolle Natur. Das Gebiet hat ca. 1,31 Mio. Einwohner und die Amtssprache ist Estnisch. Die meisten Bewohner in den touristischen Regionen von Estland sprechen Englisch und einige sogar Deutsch. Zu den Touristischen Regionen und Ortschaften gehören u.a. die mittelalterliche Hauptstadt Tallinn (445.000 Einwohner), die Inseln Hiiumaa und Muhu, der Kurort Haapsalu an der Westküste und Rakvere. Viele der Urlaubsorte befinden sich an den Küsten.

Die estnische Ostseeküste bietet beliebte Urlaubsorte und wunderbar einsame Plätze gleichermaßen.

Foto: Sven Zacek, VisitEstonia

Einreise nach Estland

Sie erreichen Estland von Deutschland aus mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen über die Ostsee, oder über die Länder Polen, Litauen und Lettland, die sicherlich auch sehenswert sind.

Die Einreise ist allerdings auch über Schweden möglich. Es gibt tägliche Fährverbindung von Stockholm nach Tallinn (auch über Nacht), z.B. über die Reederei Tallink Silja. Von Deutschland aus fahren auch Fähren wie DFDS nach Litauen (Klaipeda) und Stena Line nach Lettland (Liepaja), dann ist die Anreise übers Land etwas kürzer. Die Fähren werden von Wohnmobil- und Wohnwagenreisenden gerne gebucht. 

In den "weißen Nächten" rund um die Sommersonnenwende wird es in Estland nie richtig dunkel.

Foto: Andrea Forlani, VisitEstonia

Die beste Zeit für eine Campingreise nach Estland ist zwischen Mai und September. Zu dieser Jahreszeit ist es lange hell und die Fahrsicherheit ist besser, ebenso hat man im Sommer länger Zeit die Natur zu bewundern und kann im Freien unter dem Sternenhimmel zelten. Für die Einreise benötigen alle Mitreisenden mit einer deutschen Staatsangehörigkeit einen gültigen Personalausweis.

Einreise mit Haustieren

Beim Mitführen von Haustieren gelten die neuen EU-Einreisebestimmungen. Tiere müssen zur eindeutigen Identifikation elektronisch gekennzeichnet sein und der EU-Haustierausweis sollte mitgeführt werden. Diesen kann der Tierarzt ausstellen.

Auch in Estland gelten für die Einreise von Haustieren die EU-Bestimmungen.

Foto: Mariann Liimal, VisitEstonia


Verkehrsbestimmungen und Tempolimits in Estland

Das Straßennetz ist in Estland gut ausgebaut, kleinere Nebenstraßen sollte man mit dem Wohnmobil meiden. Grundsätzlich gilt innerorts eine Höchstgeschwindigkeit von 50km/h und 90 km/h außerhalt von Ortschaften und auf den Schnellstraßen. Auf bestimmten Landstraßenstrecken wie Tallinn-Narva, Tallinn-Tartu oder Tallinn-Pärnu sind in den Sommermonaten 110 km/h erlaubt. Offizielle Autobahnen gibt es in Estland nicht.

  • In Estland wird keine Mautgebühr erhoben.
  • Das Anlegen von Sicherheitsgurten ist wie bei uns in Deutschland für Fahrer und Beifahrer Pflicht.
  • Lassen Sie das Abblendlicht während der Fahrt eingeschaltet.
  • Das Telefonieren im Auto ist nur mit einer Freisprecheinrichtung gestattet.
  • Vorsicht: Auch in Estland gibt es hin und wieder Geschwindigkeitskontrollen.
  • Vorsicht: Man sollte beim Fahren (besonders in den frühen und späten Stunden) auf Wildwechsel achten, denn in Estland leben z.B. sehr viele Elche.

Promillegrenze in Estland

Es gilt zu beachten: Der Fahrer darf ausschließlich mit null Promille Alkohol im Blut fahren. Es gibt keine Toleranzgrenze.

Niedrige Bevölkerungsdichte und gut ausgebaute Straßen

Foto: Kaspar Orasmäe, VisitEstonia


Tankstellen und Öffnungszeiten

In Estland gibt es viele moderne Tankstellen in den Ortschaften (Ketten: Olerex oder Circle) und das Tankstellennetz ist hier dicht ausgebaut. Dennoch sollte man sich rechtzeitig mit Benzin für lange Strecken versorgen, denn es gibt auch sehr viele Wälder und dünn besiedelte Regionen ohne Tankstellen.

Estland hat auch sehr abgelegene Gegenden, eine Tankstelle wird man hier lange suchen.

Foto: Jürgen Voolaid, VisitEstonia

Bleifreies Benzin hat meist ein E als Kennzeichnung und für gewöhnlich sind die Sorten wie folgt farblich markiert: Grüne (bleifrei) und rote (verbleit) sowie schwarze (Diesel) Zapfsäulen. Die Bezeichnung 95E (grün) zum Beispiel entspricht dem deutschen Super bleifrei. Autogas ist flächendeckend erhältlich. Viele Tankstellen in Estland haben ab 7:00 Uhr geöffnet und schließen um 21:00 Uhr. Tankstellen an den Schnellstraßen (ohne Service) sind meist 24 Stunden geöffnet. Mittlerweile gibt es viele Self-Services-Tankstellen, an denen man mit Karte oder Bargeld bezahlen kann.

Geld und Kreditkarten

Die meisten Geschäfte in Estland haben an Werktagen von 9:00 – 19:00 Uhr geöffnet. Größere Supermärkte und Einkaufszentren teilweise sogar bis 22:00 Uhr. In Estland zahlt man mit EURO, die meisten Restaurants, Läden und Dienstleister akzeptieren internationale Kreditkarten. In den Städten gibt es überall Geldautomaten (auf dem Land hingegen weniger). Trinkgeld in Estland: In den Restaurants ist ein Serviceaufschlag in den Rechnungen enthalten, ein zusätzliches Trinkgeld von 10% ist angemessen.

Nützliche Reise Apps für Estland

Von Insider-Tipps, Ausflugsziele, Restaurants in der Nähe, Parkplätze und Taxiinformationen. Hier finden Sie nützliche Apps für die Reise in Estland.


Estland-Urlauber erwartet eine umwerfende Natur.

Foto: Simmo Saska, Instagram

Camping in Estland

Für Camper mit Wohnwagen oder Wohnmobil gibt es in Estland genügend Campingplätze. Die meisten sind in West- und Nordestland und auf der größten Insel Estlands, auf Saaremaa, zu finden. Aber auch Südestland ist sehenswert. Campingsaison: Die meisten Campingplätze sind von Mai bis Oktober geöffnet. Allgemein gelten die baltischen Reiseländer als sehr kinderfreundlich und eignen sich daher für den Familienurlaub

Wildcampen in Estland

Generell trifft man im Baltikum beim Wildcampen meist auf Toleranz. Das „freie Campen" wird daher locker gesehen. In Estland darf man mit dem Wohnwagen oder dem Wohnmobil außerhalb von Ortschaften auf Parkplätzen über Nacht stehen. Zelten in Naturschutzgebieten und Nationalparks sollte man jedoch nicht. Die meisten Bauern in den ländlichen Räumen haben auf Anfrage nichts dagegen, wenn man die Nacht über auf dem Privatgrundstück stehen bleibt.

"Wildcampen" wird in Estland geduldet.

Foto: Sven Zacek, VisitEstonia

Auch auf den Campingplätzen des Forstamts kann man parken, dort gibt es öfter auch Feuerstellen und Toiletten. Nützliche Informationen erhalten Sie hier auf der Website des staatlichen Forstamtes

Wichtige Telefonnummern und Adressen

Estland hat die Vorwahl +372.
Notfallrufnummer in Estland ist die 112
ADAC Notrufnummer: 0049/89/22 22 22

Deutsche Botschaft in Estland:
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Toom-Kuninga 11
15048 Tallinn
Tel: +372 6275 300
info@tallinn.diplo.de

Im Falle einer Panne, eines Unfalls, bei Verlust von Papieren, Diebstahl des Fahrzeugs etc. erhalten Mitglieder 24 Stunden am Tag Unterstützung durch den ADAC Auslandsnotruf.

In allen größeren Städten Estlands finden Sie offizielle Touristeninformationszentren. Dort erhalten Sie weitere Informationen darüber, wie die Urlaubszeit in Estland bzw. in der Region am besten genutzt werden kann. Durch die ausgezeichnete kostenfreie WLAN-Abdeckung in Estland ist auch die spontane Reiseplanung vor Ort einfach.


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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2018

Thema: Familienurlaub

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