Wandern & Grillen: die besten Plätze

Quelle: Elen Juurma, Visit Estonia

Wandern & Grillen: die besten Plätze

Sowohl Wandern als auch Essen ist in Estland stets eine Freude. Was liegt da näher, als beides zu kombinieren? Packen Sie ein paar Utensilien zusammen und machen Sie sich auf in die reiche estnische Natur. Sie werden überall am Wegesrand einladende Rast- und Grillplätze finden. Wir haben einige besonders schöne Orte zusammengetragen.


Was macht einen guten Wander-Rastplatz aus? Nun, das ist ganz einfach: Er sollte landschaftlich schön gelegen sein und eine Möglichkeit zum Grillen bieten. Manche Plätze in Estland können aber noch mehr: Bisweilen gibt es vorbereitetes Holz fürs Feuer, eine Trockentoilette und in der Nähe einen plätschernden Fluss oder gar einen Badesee!

Viele Rastplätze in Estland bieten gute Grillmöglichkeiten

Foto: Helen Siibrak, Visit Estonia


Nord-Estland und der Osten

Der nördlichste Punkt des estnischen Festlandes befindet sich auf der Halbinsel Pärispea. Der 1,5 Kilometer lange Wanderweg bietet einen Rastplatz mit allem, was man für ein schönes Picknick direkt am Meer braucht.

Auch im östlichen Teil des Landes gibt es viele gut ausgestattete und schöne Lagerfeuerstellen. Im Sport- und Erholungsgebiet Äkkeküla in Narwa können Sie das ganze Jahr über Sport treiben und sich bewegen. Die von Kiefern- und Walnusswäldern umgebenen Fitnesspfade sind ideal zum Winterwandern, Joggen, Radfahren und sogar für den Skilanglauf. Für Familien mit Kindern gibt es hier außerdem einen Spielplatz.

Der Aidu-Steinbruch und der dortige Wanderweg sind einzigartige Orte: Als die Aidu-Mine geschlossen wurde, füllte sich das Gebiet nach und nach mit Wasser. Inzwischen sind die ehemaligen Steinbrüche überflutet. Das Wasser in den langen, geraden Steinbruchseen ist hellblau und glasklar. Auf dem Weg liegt der Rastplatz Aidu-Nõmme, wo Sie kochen und sich ausruhen können.

Herrlich blaues Wasser im Steinbruchsee

Foto: K. Ernits, Visit Estonia

Eine Wanderung auf den Berg Iisaku, den höchsten natürlichen Gipfel der Region, lohnt sich schon alleine wegen des Ausblicks von dem 28 Meter hohen Aussichtsturm. Man hat eine herrliche Sicht über die Wälder des Nationalparks Alutaguse. Das Gebiet verfügt auch über Fitnesspfade und Rastplätze, die mit Überdachungen, Bänken und Grills ausgestattet sind.

Das abwechslungsreiche Kõrvemaa hat mehrere Feuerstellen und Erholungsgebiete. Eine davon befindet sich am Ufer des Sees Matsimäe Pühajärvi in Järvamaa. Ein 7,5 km langer Wanderweg beginnt hier. Ebenfalls sehenswert in Järvamaa ist der Võlingi-Wanderweg, zu dem auch ein Camping- und Lagerfeuerplatz gehört. Der Jussi-Naturlehrpfad ist ein 8 Kilometer langer Rundweg vorbei an hübschen Seen vorbeiführt. Ungefähr in der Mitte des Weges befindet sich ein Rastplatz.


Süd-Estland

Das Erholungsgebiet Aruküla befindet sich in Kaarepere und ist ideal für Familien oder auch eine große Gruppe von Freunden. Hier kann man entspannt Frisbee-Golf spielen, schaukeln und grillen.

Der Wanderweg Selli-Sillaotsa im Kreis Tartu lädt zu einer abwechslungsreichen Tour durch ein Moorgebiet, durch Wald und über Sandwege im Naturschutzgebiet Alam-Pedja ein. Der Naturpfad führt zunächst durch einen Kiefernwald zum Rand des Laeva-Moores, wo der 12 Meter hohe Aussichtsturm Suuretük errichtet wurde. Der 4,7 Kilometer lange Weg hat zwei schöne Rastplätze.

Auf dem Naturpfad im Urwald von Järvseljan können Sie die größten Tannen Estlands sehen, deren Wipfel über 40 Meter hoch sind. Der Wanderweg Järvseljan mit seinem Urwald stellt einen der besonders entdeckenswerten Orte in Südestland dar. Unterwegs sind keine Lagerfeuer erlaubt, aber es gibt viel zu sehen – und man muss ja auch nicht immer grillen.

Grillen direkt am Peipus-See

Foto: Merilyn Vahesaar, Visit Estonia

Der Wanderweg und die Promenade von Mehikoorma sind wunderbar geeignet, um die Atmosphäre des Peipus-Sees zu erleben. Der Weg ist 1,3 km lang und auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen kommt man hier gut vorwärts. Direkt am See kann man picknicken; es gibt eine schöne Feuerstelle.

Erastvere ist eines der ältesten Wohngebiete in der Region Põlva. In Erastvere ist ein alter Gutspark erhalten geblieben, in dem u.a. die höchste Linde Estlands wächst. Neben dem Park liegt der schöne und gleichnamige See Erastvere, in dem Sie schwimmen und am Ufer rasten und grillen können.

Der Naturlehrpfad am See Verijärv ist eine etwa ein Kilometer lange Route durch das alte Tal und den Waldpark rund um den Sees. Der Weg ist mit hölzernen Wegweisern und drei Lagerfeuerstellen mit Grillplätzen und Bänken ausgestattet.

Die felsigen und steilen Ufer des Flusses Võhandu und der Kiefernwald sind einfach bezaubernd. Es gibt einen Wanderweg durch den Wald und entlang des Flusses, mit einer Hütte, Bänken, einem Lagerfeuer- und einem Grillplatz. Dieser Rastplatz – Kaljupealse – liegt hoch oben auf einem Felsvorsprung. Bei einem Zwischenstopp können Touristen einzigartige Ausblicke genießen.

Das steile Ufer des Flusses Võhandu

Foto: Merilyn Vahesaar, Visit Estonia

Der Naturpfad des Ähijärve-Sees beginnt am Zentrum des Karula-Nationalparks. Der Weg ist ca. 3,5 Kilometer lang und abwechslungsreich, da er durch unterschiedliches Gelände und über verschiedene Wegearten führt: über Wiesen, entlang des Seeufers, durch den Wald. Er verläuft streckenweise auch über Reitpfade und Winterwege.

Der Gauja-Kulturerbe-Weg ist eine längere Route von ca. 60 km. In der Nähe der lettisch-estnischen Grenze gelegen, präsentiert er die kulturellen Traditionen der beiden Länder.

Die Gesamtlänge des Taagepera-Wanderweges beträgt 5,4 km. Der Weg beginnt und endet an der Taagepera-Lagerfeuerstelle, wo auch Zelten erlaubt ist.

Weitere schöne Rastplätze mit Grillmöglichkeit gibt es entlang des Wanderweges am See Pühajärv. Auch hier darf so gut wie überall gezeltet werden.

Der Wanderweg um den Pühajärv-See ...

... verfügt in Kiigemäe und Kooliranna über schöne Rastplätze mit Grill- und Zeltmöglichkeit.

Foto: Tourimus-Informationszentrum Otepää, Visit Estonia


West-Estland

Im Westen des Landes gibt es drei besonders gute Wandergebiete, an denen Sie auch ein Picknick machen können.

Der Wanderweg am Rae-See mit seinem schönen Rastplatz ist ein friedlicher und ruhiger Rückzugsort mitten im Wald. Hier gibt es auch sehr gute Bade- und Angelmöglichkeiten. Der Weg selbst ist 1,7 km lang und gewährt Einblicke in das Leben der Biber und vieler heimischer Vogelarten. Auf dem Rastplatz gibt es eine Hütte, drei Lagerfeuerstellen, vorbereitetes Feuerholz, Toiletten und einen Mülleimer.

Idylle pur am See Rae

Foto: Visit Pärnu

Eine weitere gute Grillwander-Option in West-Estland ist der Strand und Rastplatz Tuhkana im Norden der Insel Saaremaa. Es handelt sich dabei um eine der schönsten Badestellen im nördlichen Teil der Insel. Mehrere Wege durch den Kiefernwald führen vom Parkplatz zu einem 500 Meter breiten Sandstrand. Bei etwas stärkerem Nordwind können Sie am Strand von Tuhkana auch richtige Wellen genießen. Auf dem Rastplatz (beim Parkplatz) befindet sich eine Trockentoilette.

Richtige Wellen gibt's am Strand von Tuhkana

Foto: Touristeninformation Kuressaare, Visit Estonia

Das dritte Wandergebiet in Westestland ist das das Erholungsgebiet Nõva. Dieses Naturschutzgebiet unter Aufsicht des staatlichen Forstamtes wurde gegründet, um die Küstenlandschaften zu schützen. Es besteht aus großen Moorgebieten, Wald und Sandstränden, wie dem von Perküla, die von bis zu 5 m hohen Küstendünen umgeben sind. Die Küstenregion zieht Surfer und Strandurlauber an. Die Wälder und Moore sind reich an Beeren und Pilzen. Das Erholungsgebiet verfügt über mehrere Lagerfeuerstellen.


Und was gibt's zum Essen?

Die Klassiker sind Grillwürstchen in allen Varianten. Man kann aber natürlich auch anderes Fleisch oder gar Fisch mitbringen (auf entsprechende Kühlung unterwegs achten, damit nichts verdirbt!). Vielleicht hat man in See- und Flusslage auch Angelglück und kann einen frischen Fang auf den heißen Grill werfen.

In jedem Fall empfiehlt es sich, Grillschalen oder Alufolie mitzubringen (und später, nach Benutzung, bitte auch wieder mitzunehmen, falls es keinen Mülleimer gibt). In ihnen lassen sich aus Fleisch oder Fisch und Gemüse – oder für Vegetarierer auch nur aus Gemüse – hübsche bunte und gesunde Grillgerichte zaubern. In Alufolie lassen sich übrigens auch Bananen ganz wunderbar auf dem Grill zubereiten! Alternativ kann man Teigtaschen füllen, die man entweder selbst vorbereitet oder fertig kauft.

Ein kleines Gericht vom Grill

Im Alupäckchen auf dem Grill gegart: Fleisch und Gemüse. - Leeeeecker!

Foto: Elen Juurma, Visit Estonia

Ein weiterer Klassiker sind Stockbrot und Marshmallows. Den Teig für das Brot kann man zu Hause vorbereiten und – zum Beispiel in einer Flasche – mit zum Picknick bringen. Es gibt entsprechende Mehlmischungen aber auch in Geschäften zu kaufen; sie brauchen dann nur noch etwas Wasser und Zeit, um fertig fürs Feuer zu sein. Und zu Marshmallows muss man wohl nichts erklären; sie sind die ungekrönte Lagerfeuer-Süßigkeit.

Bei Kids beliebt: Grillen am Stock

Nicht nur Teig für das berühmte Stockbrot, auch Würstchen und Marshmallows lassen sich so zubereiten!

Foto: Elen Juurma, Visit Estonia

Auch Konserven lassen sich auf den Feuerstellen erwärmen und in estnischen Supermärkten gibt es einige Versionen vorbereiteter Fertiggerichte, die man mit Wasser ergänzt und nach Erwärmen als schnelles Essen für zwischendurch genießen kann.

Und wer Grill und Feuer gar nicht benutzen möchte, kann klassisches Picknick-Essen mit zum Rastplatz bringen: Frikadellen, Salate, Brot, Käse, Obst usw. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt – es geht immer darum, dass Sie einen unvergesslichen, schönen und genussreichen Tag verbringen. 

Belegte Brote aus der Pfanne

Der kulinarischen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Man kann auch richtig kochen, wenn man Pfanne oder Topf mitbrinbt.

Foto: Elen Juurma, Visit Estonia

Bitte denken Sie in jedem Fall an zwei Sachen:

1. Nehmen Sie immer und grundsätzlich ausreichend Trinkwasser mit; die Rastplätze sind nicht mit fließendem Wasser ausgestattet.

2. Bitte tragen Sie dafür Sorge, dass die schönen Naturplätze sauber bleiben und nehmen Sie etwaigen Müll mit nach Hause, falls kein Mülleimer vorhanden ist.


Wir wünschen viel Spaß und Wanderfreude – und natürlich guten Appetit!

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