Weihnachtsessen in Estland

Quelle: Aron Urb

Weihnachtsessen in Estland

Quelle: Aron Urb

Wenn Sie sich während der Winterferien in Estland befinden, ist ein gemeinsames Weihnachtsessen ein Muss. Finden Sie heraus warum das Weihnachtsfest so ein besonderes Ereignis in Estland ist, welche Gerichte Sie probieren sollten und wo man diese am besten bekommt.

Winterernährung

Die estnische Lebensweise beruht auf der Wende der Jahreszeiten und der Natur. Beeren werden im Sommer gesammelt, während Obst, Gemüse, Getreide, Kartoffeln und Pilze im Herbst geerntet werden. Diese Güter, zusammen mit Zuchtwild und Wildfleisch, werden gebeizt, gesalzen, geräuchert und konserviert, um die Speisekammern für den Winter zu füllen. Mit dem Aufkommen den neuen Einkaufslädem ist es nicht mehr notwendig Waren zu Hause zu bewahren. Doch auf dem Lande ist es vollkommen normal, seine Nahrung selber zuzubereiten und für den Winter zu bewahren.

Winterfreude

Äpfel wachsen reichlich in Estland, einige Sorten von 'talveõun' (Winterapfel) werden erst spät im Jahr geerntet und Manche sogar erst im Winter.

Klassische Gerichte und Traditionen

Das Weihnachtsessen in Estland ist sehr däftig, da die Leute über die Winterzeit viel Energie brauchen. Das Essen ist nicht gewöhnlich und wird meist auch nur zur Weihnachtszeit hergerichtet, wenn es draussen frostet und sehr kalt ist. Auf dem gedeckten Tisch findet man Verivorst (Blutwurst), Sült (Sülze), Hapukapsas (Sauerkraut), Ofenkartoffel und Schweinefleisch. Es wird meist auch ein besonderes Weihnachtsbrot gebacken und natürlich fehlen auch nicht die Pfefferkuchen, Äpfel und Mandarinen. Gekocht wird meist zusammen mit der ganzen Familie.

Das Weihnachtsessen selbst, gegessen an Heiligabend oder der Nacht von Weihnachten, ist ein wichtiges Familienereignis, das aus heidnischen Zeiten stammt. Es gab sieben, neun oder zwölf Portionen Nahrung, um sich viel Glück und eine gute Ernte für das kommende Jahr zu sichern. Das Essen wurde über  Nacht auf dem Tisch gehalten. Ausserdem  war es verboten, unter den Tisch zu schauen, denn dies war ein heiliger Ort, wo die Geister wohnten. Wenn Essen auf den Boden fiel, war es wie ein Geschenk an die Götter und durfte nicht aufgehoben werden.

Kartoffeln, Gurken, Konserven

Gemüse, Obst, Getreide und Kartoffeln werden im Herbst geerntet und konserviert und liefern Lebensmittel für das Weihnachtsfest

Traditionelles Weihnachtsessen aus Estland

Diese Restaurants bieten neue Geschmäcker die während der Weihnachtszeit bekannt für Estland sind.

Ein Fest der reichen Kaufmänner

Olde Hansa bietet ein mehrgängiges Weihnachtsessen von Mitte November bis Mitte Januar. Auf dem Menü fidnet man Bären- und Wildschweinfleisch und Elchwurst.

Photo by: Toomas Tuul

Olde Hansa, ein mittelalterliches Restaurant in der Altstadt von Tallinn. Verführt die Gäste in das 15. Jahrhundert, die Räume sind komplett mit Kerzenlicht beleuchtet und für Stimmung sorgt Live-Musik.

Kaerajaan hat sowohl die Räume wie auch das Menü nach der traditionelle estnische Küche gerichtet, diese würded mit modernem Touch aufgepeppt. Genießen Sie Ihr Weihnachtsessen in Tallinn am mittelalterlichen Rathausplatz

Farm, einer von Estlands Top-Restaurants, verbindet die rustikale Elemente der lokalen estnischen Produkte mit hochwertigen kulinarischen Kochtechniken. Es befindet sich im Zentrum von Tallinn.

Kolu kõrts (the Kolu Inn) besteht seit dem 19. Jahrhundert und befindet sich in Nähe des Estnischen Open-Air Museums. Es werden köstliche nationale Gerichte serviert, die man zur Weihnachtszeit in toller Abmiente geniessen kann.

Kuldse Notsu Kõrts, in Tallinn ist es üblich dass die Köche ihre Rezepte und Kochkünste an die nächsten Generationen weitergeben. Zur Weihnachtszeit finden Sie auf ihrem Teller frischen Käse und herzhafte Wurst aus der Region.

Cafe Kroon, gibt es seit der Zeit der Estnischen Krone (die Währung in Estland vor dem Euro). Noch heute kann man dort traditionelle Spezialitäten kosen. Für Kunden, die ein neues Geschmackserlebnis suchen, gibt es auch etwas auf der Speisekarte.

Zuletzt aktualisiert: 24.05.2017

Thema: Essen, Trinken & Nachtleben

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