Bis heute sind keine Partnerschaftsgesetze verabschiedet worden, aber das Gesetz über die Nichtdiskriminierung beinhaltet eine Klausel über sexuelle Orientierung und die generelle Haltung der Gesellschaft ist relativ tolerant.

Tallinn ist die Schwulenhauptstadt Estlands und die Sauna-Strasse in der Altstadt hat von den örtlichen Einwohnern die Bezeichnung „Schwulenstrasse“ erhalten. Hier war der Standort der legendären X-Bar (die sich nun um die Ecke, in der Väike-Karja-Strasse befindet), der Club Angel und die Angel Lounge (jetzt geschlossen) sind gleich nebenan und so ist dies der Anfangs- und Endpunkt aller Gay-Pride-Paraden in Tallinn, die gewöhnlich im August stattfinden.

In Tartu gibt es keine Schwulenbars, aber dort gibt es eine sehr aktive LGBT-Gruppe, die monatlich in unterschiedlichen Lokalen Partys organisiert. Was aber das Nachtleben angeht, ist es außerhalb der genannten zwei Städte nicht viel los.

Die meisten Hotels (mit 3 oder mehr Sternen) und Restaurants sind schwulenfreundlich.

Sicherheitshinweise:

Obwohl Estland relativ aufgeschlossen ist, wird Zuneigung in der Öffentlichkeit selten gezeigt, insbesondere in den kleineren Städten und in den russischsprachigen Regionen Estlands (Ostestland).

Medizinisches Personal und die Polizei sind jedoch freundlich und professionell, also können Sie sich im Notfall ruhig an diese wenden.