Er befindet sich an der Steilküste Ontika, die 56 m hoch ist und fällt aus einer Höhe von 30,5 m.

Die Geschichten über den Wasserfall Valaste datieren zurück auf 1840, als eine deutsche Zeitung (Das Seebad Chudleigh) über Valaste und dessen Schönheit schrieb und allen einen Besuch empfahl.

Der Fluss Valaste, der den Wasserfall speist, ist unter den Einheimischen auch als der „Grosse Graben“ bekannt. Es gibt eine Legende über einen Mann namens Kraavi Jüri (Graben-Georg), der vor Generationen den Graben aushub und auf diese Weise den Fluss und den Wasserfall Valaste schuf. Die Legende ist teilweise wahr – der Fluss Valaste wurde im Laufe von Entwässerungsarbeiten künstlich geschaffen, aber der Wasserfall an sich ist eine reine Kreation von Mutter Natur.

Im Frühjahr hinterlässt der Wasserfall Valaste den tiefsten Eindruck; dann taut der winterliche Schnee und das Volumen des fallenden Wassers ist am größten. Im Winter friert der Wasserfall zu und bildet märchenhafte Eisskulpturen.

Im Jahr 1996 erklärte der Ausschuss der Akademie der Wissenschaften den 25 Meter hohen Wasserfall Valaste zu einer Stätte des Naturerbes und zu einem nationalen Symbol. 2003 wurde die neue Rekordhöhe des Wasserfalls mit 30,5 m bestätigt.

Im Jahr 1997 wurde gegenüber dem Wasserfall eine Plattform für Touristen errichtet. Es gibt einen Parkplatz, einige erläuternde Schilder und einen Pfad mit doppelter Wendeltreppe, über die Sie zum Fuß der Steilküste gehen und nachsehen können, wie Estland vor etwa 80 Millionen Jahren aussah.

Valaste ist nicht nur für Geologen, sondern auch für die Menschen interessant, die Dinge schätzen, bei denen die Natur und die Menschheit zusammen etwas Grosses und Einzigartiges geschaffen haben.

Hier ist ein idealer Ort, um Aufnahmen zu machen, zu Klettern oder einfach dem Schall des tosenden Wassers zuzuhören.

Bei einer Küstenrundfahrt ist Valaste ein ausgezeichneter Zwischenstopp.