Estlands Küste im Kajak entdecken

Thema: Nordestland, Aktivitäten & Abenteuer

Zuletzt aktualisiert01.12.2016

Quelle: Jörg Knorr

Estlands Küste im Kajak entdecken

Quelle: Jörg Knorr

Neue Länder, neue Inseln, neue Landschaften, neue Herausforderungen – Jörg Knorr wird nicht müde, neue Horizonte zu entdecken - natürlich mit dem Kajak. Im Juni/Juli 2016 stand Estland auf seiner „To Do-Liste". Von Ventspils in Lettland ist der Flensburger nach Tallinn gepaddelt. Außen herum um die Inseln Saaremaa, Hiiumaa, Vormsi und noch weitere kleine Eilande.

Die einsame Natur hat den Reisejournalisten besonders begeistert. „Die Küste ist beeindruckend. Wald und Meer treffen direkt an der Uferlinie aufeinander. Oft erinnert die Landschaft ein wenig an Schweden, ab und zu auch an die deutsche Ostseeküste. Massen an Steinen machten das Anlanden manchmal schwierig. Phantastische Sonnenuntergänge gehörten oft zum Abendprogramm."

Seeadler, Kegelrobben und Küstenvögel ohne Ende sind dem Fotografen vor die Linse gekommen. Menschen traf Knorr anfangs nur wenige. Kein einziger Paddler kreuzte seinen Weg. Estland ist nur dünn besiedelt. Estlands Inseln noch dünner. Ganze 1,3 Millionen Einwohner hat das Land. „Es gab Tage, da habe ich keinen Menschen gesehen. Wer die Einsamkeit liebt, der ist hier richtig," resümiert der 54-jährige.

In Tallinn angekommen gönnte sich der Norddeutsche noch 3 Tage Luxus im Hotel, um sich die bilderbuch-schöne Stadt anzusehen. Knorr dazu: „Tallinn ist ein Traum. Das wissen auch die vielen Kreuzfahrttouristen, die hier scheinbar täglich in riesigen Pötten einlaufen. Trotzdem, ich bleibe bei der Kajak-Perspektive. So erlebe ich die Küste und das Land direkter, intensiver und sehe viele Ecken, die selbst Seglern vorenthalten bleiben."

Der Flensburger weiß, wovon er redet. Er bereist seit über 20 Jahren die deutschen, skandinavischen und nordamerikanische Küsten. Am liebsten im Kajak. Das wird noch lange so bleiben. Daran lässt der Begeisterung ausstrahlende Paddler keinen Zweifel. Die Bergsteiger-Legende Reinhold Messner hat mal sinngemäß gesagt: „Abenteuer beginnt dort, wo Tourismus aufhört." Insofern hat Knorr wieder ein Abenteuer gelebt, wusste morgens noch nicht, wo abends sein Zelt stehen wird oder welche Begegnungen auf ihn warten. Knorr dazu: „Das Abenteuer kommt zu dir, du musst es nur geschehen lassen."

Nach etwa 3 Wochen auf dem Wasser kam der Seekajaker in Tallinn an. Über 600 km hatte er in den Armen und viele Reiseeindrücke im Kopf. Die wenigen Menschen, die er traf waren hilfsbereit, gastfreundlich und sehr warmherzig. Einen Schnaps zur Begrüßung, ein Kaffee zum Aufwärmen und viele Geschichten bekam er ganz selbstverständlich und offenherzlich serviert. Knorrs Fazit: „Allein diese Begegnungen waren die Reise wert. Die Küste Estlands zu erleben war ein Traum, ein Kajaktraum. Ich komme definitiv wieder."


Weitere Infos zu Jörg Knorr, Vortragstermine und Kontaktdaten hier: www.kajaktraum.de

Zuletzt aktualisiert 01.12.2016

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