Kleine Gästehäuser und Ferienhöfe, ruhige Menschen und die schöne Holzarchitektur, ein paar tausend hiesige Einwohner und die wunderbare Natur bringen jeden Sommer viele Interessenten nach Hiiumaa und Kärdla. Hier gibt es keine großen Einkaufszentren oder verrücktes Nachtleben, sondern ein Zuhause-Gefühl und eine im Grün versunkene Umgebung.

Das Stadtbild wird am meisten von großen, sogar majestätisch wirkenden Bäumen, schöpferisch üppigen Privatgärten und vielen Bächlein und Gräben beeinflusst, die im Frühling und im Herbst außer der Augenweide auch eine spannende Geräuschkulisse bieten. Quer durch die Stadt fließt auch der kleineFluss Nuutri, der im Hochmoor Määvli entspringt und durch den Strandpark von Kärdla ins Meer mündet.

Machen Sie sich mit der Stadt Kärdla auf eigene Faust bekannt:

Es empfiehlt sich, in Kärdla und in der nächsten Umgebung zu Fuß oder auf dem Fahrrad umherzuwandern: Für die ein paar Kilometer langen Entfernungen braucht es kein Auto und alles Nötige ist angenehm zugänglich.

Der nördliche Teil der Stadt heißt Alt-Kärdla (Vana-Kärdla) – die unikale Holzarchitektur ist eine Sehenswürdigkeit für sich und die hiesigen ruhigen, schönen Straßen eignen sich ideal für Spaziergänge sowohl für Eltern mit Kinderwagen als auch junge verliebte Paare.

Im Stadtzentrum findet der Spaziergänger sowohl den zentralen Platz als auch die Kirche von Kärdla, ebenso lohnt es sich für den Geschichtsfreund das Museum von Hiiumaa im Langen Haus (Pikk Maja) kennen zu lernen, wo man außer den Dauerausstellungen ganz oft auch interessante Wanderausstellungen finden kann.

Die besten Plätze zum Essen sind das Café Rannapaargu an der Küstenlinie, das für größere Gruppen geeignete Café Linnumäe mit einer Auswahl an lebendigem Fisch, das kräftigeres Essen anbietende Priiankru Pub und das durch Kuchen sowie die Kaffee- und Teeauswahl bekannte Café Gahwa.

Diejenigen, die mehr Zeit haben, können das hiesige Touristeninformationszentrum besuchen und nach genaueren Information über Veranstaltungen und Ferienhöfe in der Umgebung fragen. Kleine Fischerdörfer, Wacholderweiden und ruhige Strandecken sind nur eine 15-minütige Radtour entfernt – miete die Ausrüstung, nimm den Picknickkorb mit und verbringe einen unvergesslichen Tag in der Natur!

Wie kommt man nach Kärdla:

Mit der Fähre: Die Fährverbindung zwischen dem Festland und Hiiumaa (Linie Rohuküla-Heltermaa) ist rege, das Schiff fährt mehrmals am Tag, im Sommer häufiger. Die Fähre zwischen Saaremaa und der Insel Hiiumaa (Triigi-Sõru) fährt im Sommer dreimal täglich, ab September bis Mai aber alle zwei Tage (Mo, Mi, Fr und So) zweimal täglich – vergessen Sie bei der Planung einer Reise nicht, sich mit dem Fahrplan vertraut zu machen! Es ist einfach und bequem, den Bus zum Reisen nach Hiiumaa und Kärdla zu benutzen: Das Fährticket ist im Preis der Busfahrkarte inbegriffen und auch zu Zeiten der sommerlichen Feiertage ist keine Warteschlange zur Fähre zu befürchten.

Mit dem Flugzeug: Die Fluggesellschaft Avies bietet reguläre Flüge zwischen dem Flughafen Tallinn und dem Flughafen Kärdla an. Das Flugticket kostet ca. 20 € und werktags fliegt das Flugzeug zweimal täglich, an Wochenenden einmal täglich. Wie immer, lohnt es sich, Flugtickets schon früher zu reservieren.

Eisstraße: In kälteren Wintern wird zwischen Hiiumaa und dem Festland auch eine für Autos befahrbare Eisstraße eingerichtet. So wie auf dem Festland, muss man auch im Verkehr auf dem Meer die Verkehrsregeln und Wegweiser beachten.

Die Geschichte von Kärdla

Die Stadt Kärdla befindet sich größtenteils auf der Küstenniederung, am südlichen Ufer der Bucht Tareste. Erstmalig wurde Kärdla 1564 als eine Siedlung von 24 schwedischen Familien erwähnt. Bis zum Jahr 1810 hatten die meisten Schweden die Insel verlassen und auf dem Gebiet des heutigen Kärdla errichtete das Gut Partsi sein Beigut. Im Jahr 1830 wurde die ursprünglich aus Suuremõisa stammende Tuchfabrik dorthin verlegt, wo das Dorf Kärdla zu wachsen anfing. Die Symbole der Blütezeit der Stadt – die Textilfabrik und der erste Hafen – sind heute verfallen, aber die schöne Holzarchitektur und die 1863 erbaute Kirche sind erhalten geblieben. Kärdla erhielt 1938 die ersten Stadtrechte.

Heute ist Kärdla eine liebliche Kleinstadt mit ruhigem Lebenstempo, wobei sie mit ihren 3500 Einwohnern und der 4,5 km2 großen Fläche stolz den Titel der kleinsten Kreisstadt trägt. Was ist aber am Besondersten in Kärdla? Sowohl die hiesigen Einwohner als auch Gäste versichern, dass man einen anderen so reinen und innigen Ort sogar in Estland mit der Laterne suchen muss, geschweige denn in der ganze Welt.