Der Nationalpark Soomaa zeichnet sich in Europa durch seine unberührte Natur aus – dort gibt es 5 große Hochmoore, natürliche Wälder und überflutete Wiesen. Während der traditionellen Landnutzung sind an den Ufern der sich schlängelnden Flüsse artenreiche Flussauen und Gehölzwiesen entstanden. Dank der großen unberührten Gebiete ist Soomaa (das Land der Moore) ein Mitglied des internationalen Netzwerks PAN Parks und es hat den Spitznamen “Hauptstadt der wilden Natur Estlands“ bekommen.

Dank des Nichtvorhandenseins der menschlichen Tätigkeit ist Soomaa ein Zufluchtsort sowohl für kleine als auch große Säugetiere.In den Wäldern leben Elche, Rehe, Luchse, Wölfe und Bären; Biber gestalten die Wasserlandschaft.

An Vogelarten leben in Soomaa Moorschneehuhn und Steinadler; an den Moorränden kann man die Balzplätze des Auerhahns sehen, und im Frühling hört man von den offenen Moor das Gurren des Birkhuhns. In feuchten Wäldern leben viele Eulen- und Spechtarten. Die Flussauen sind Lebensräume für Watvögel, Wachtelkönig und Doppelschnepfe.

Die Geschichte der menschlichen Besiedlung in Soomaa beginnt in der Steinzeit. Von der Altertümlichkeit zeugt auch das traditionelle Einbaum-Kanu, gefertigt aus Espe. Die Anfertigung des Einbaumes wird auch heute in Soomaa gelehrt.

Das Besucherzentrum des Nationalparks Soomaa befindet sich in Tõramaa. Während der Überschwemmungszeit ist der Ort nur aus Richtung Kõpu mit dem Auto erreichbar. Die beste Weise, Soomaa zu entdecken, ist bei einer Moorwanderung oder einer Kanutour. Für das perfekte Erlebnis im Nationalpark besuchen Sie diesen während der fünften Jahreszeit.

Hören Sie die Stimmen der Landschaften im Nationalpark Soomaa: