Lohnende Herbstspaziergänge in Estlands Parks

Quelle: Jaanus Ree, Visit Estonia

Lohnende Herbstspaziergänge in Estlands Parks

Jeder Sommer geht einmal zu Ende – auch dieser Jahrhundertsommer des Jahres 2018. Mittlerweile haben die Farben des Herbstes auch Estlands Natur eingefangen und machen sie auf diese Weise zum Augenschmaus.


Wer gerne an der frischen Luft und in natürlicher Umgebung spazieren geht, findet in Estland – auch innerhalb der Städte – dazu reichlich Gelegenheit. Es gibt viele, oft weitläufige Parks, in denen man befreit durchatmen, aber auch auf historischen Spuren wandeln kann. Die schönsten Orte für ausgedehnte Herbstspaziergänge haben wir hier zusammengestellt.


Tallinn – Kadriorg Park

Der herbstliche Kadriorg-Park in Tallinn

Foto: Kadi-Liis Koppel, Visit Estonia

Der Kadriorg Park ist der wohl bekannteste Park Estlands. Er liegt im Nordosten der Hauptstadt Tallinn und umfasst eine Fläche von 70 Hektar. Zar Peter ließ ihn einst für sein Sommerschloss anlegen. Auf dem Parkgelände finden sich auch mehrere Museen, die eine Besichtigung lohnen, wie zum Beispiel das Estnische Kunstmuseum.


Toila – Oru Park

Gigantischer Blick über die Ostsee: der Oru Park in Toila

Foto: Ida-Virumaa Turismiklaster, Visit Estonia

Der Oru-Park in Toila, an der Steilküste im Nordosten Estlands, bietet nicht nur viele beschilderte Spazierwege, sondern auch eine großartige Aussicht über die Ostsee. Auch bei ihm handelt es sich um eine geometrische Parkanlage, er ist aber insgesamt naturbelassener als der Kadriorg-Park in Tallinn.


Tartu – Stadtpark auf dem Domberg

Die grüne Lunge Tartus: der weitläufige Stadtpark

Foto: Wikimedia/Amadvr, Visit Estonia

Estlands zweitgrößte Stadt Tartu verfügt mit dem Park auf dem Domberg über eine wunderbar weitläufige und abwechslungsreiche grüne Stadtlunge. Im 19 Jahrhundert durch gezielte Baumpflanzungen und die Begradigung natürlicher Wege entstanden, diente er den Studenten und Dozenten der benachbarten Universität als Flaniermeile. Er wird heute von der gesamten Bevölkerung und auch von Touristen gerne besucht.


Rakvere – Eichenwald

Der letzte große Eichenbestand Estlands: Park in Rakvere

Foto: Pixabay/strecosa, Visit Estonia

Der Eichenwald in Rakvere ist einer der letzten verbliebenen Eichenwälder Estlands. Er bietet im Sommer viel Schatten und ist für die umliegenden Schulen ein beliebter Ort, um den Unterricht an warmen Tagen nach draußen zu verlegen. Der Wald verfügt über einen Naturlehrpfad und beherbergt den deutschen Soldatenfriedhof.


Pärnu – Wallgraben

Nachts beleuchtet: der Wallgraben in Pärnu

Foto: Elen Juurma, Visit Estonia

Auch Estlands Sommerhauptstadt Pärnu verfügt über mehrere Parks und mit dem Wallgraben über eine besonders attraktive Anlage. Abends ist die Promenade mit Blick auf den Bootshafen stimmungsvoll beleuchtet. Außerdem findet sich hier der Springbrunnen mit der höchsten Wasserfontäne des Landes.


Narva – Flusspromenade

Die illuminierte Flusspromenade in Narva

Foto: Sergei Chetvertnoi, Visit Estonia

Die östlichste estnische Stadt Narva verfügt über mehrere schöne Anlagen, in denen man spazieren gehen kann. Neben den so genannten „hellen" und „dunklen" Gärten ist zum Flanieren auch die Flusspromenade empfehlenswert. Hier spaziert man unterhalb des Schlosses in unmittelbarer Nähe der EU-Außengrenze zu Russland und hat einen schönen Ausblick auf den Hafen, die Grenzbrücke und die Festung Iwangorod auf der russischen Fluss-Seite.


Zu guter Letzt: die Gutshof-Parks

Pavillon auf dem Gelände des Gutshofes Atla

Foto: Kristel Luige, Visit Estonia

Die meisten der öffentlich zugänglichen Gutshöfe und Herrenhäuser Estlands stehen auf einem mehr oder weniger angelegten Parkgelände. Auch hier kann man in aller Regel schöne Spaziergänge machen. Ein Besuch dieser mittlerweile wunderbar renovierten architektonischen Relikte – oft aus der Zeit des deutsch-baltischen Adels – hat aber noch weitere Vorteile. Die Gutshäuser selbst können nicht nur in vielen Fällen besichtigt werden, sondern bieten des Öfteren auch hervorragendes Essen, Übernachtungsmöglichkeiten oder Workshops an. Der Gutshof Atla beispielsweise verfügt über eine Holz- und eine Keramikwerkstatt, in denen man probeweise selbst Hand anlegen kann. Die hier hergestellten handwerklichen Produkte können natürlich auch erworben werden.

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