Quelle: Visit Estonia

Radtouren - auf eigene Faust und geführt

Estland ist ein Paradies für Fahrradfahrer: Wenig Verkehr, ein gutes Wegenetz und abwechslungsreiche Landschaften erwarten den Radler; kostenloses Campen in der Natur inbegriffen.

Eins vorweg: Für ein Bergetappen-Training eignet sich Estland eher nicht. Was für Bergfahrer ein Manko ist, ist für so gut wie alle anderen Fahrradfreunde ein echtes Plus: Estland ist ein wunderbar flaches Land und man kann kilometerweit einfach so vor sich hinradeln, dabei die betörende Natur genießen und vielleicht eine Rast auf einem der schönen Waldrastplätze mit Grillmöglichkeit oder an einem der zahlreichen Seen machen.

Und es gibt hier noch eine Besonderheit, die Radfahrern in die Karten spielt: Wenn man die drei, vier großen Verkehrsachsen des Landes ausnimmt, wird man auch auf Landstraßen ausgesprochen wenig Verkehr finden; es kann durchaus passieren, dass man mit dem Fahrrad auf einer wunderbar asphaltierten Straße sehr lange mutterseelenallein unterwegs ist.

Das Netz der speziellen Fahrradwege und Routen wird ständig erweitert und gepflegt. Einige schöne Tourenvorschläge haben wir in zwei Artikeln zusammengestellt – sowohl fürs Festland als auch für die Inseln. Ebenfalls hingewiesen sei auf die Eurovelo-Route, die von der lettischen Grenze die Westküste Estlands entlangführt, einen Schwenk auf die estnischen Inseln macht, um dann über Tallinn an der Nordküste bis zur russischen Grenze in Narwa zu leiten.

Landschaftlich unterscheidet sich der Norden vom Süden des Landes. Während der Norden von der Ostseeküste dominiert ist, erinnert der Süden mit seinen sanften Hügeln bisweilen an die Toskana. Der Westen und die Inseln haben nochmals ihre ganz eigene Charakteristik. Das gesamte Land ist sehr wasserreich: Schöne Hochmoorlandschaften, hübsche Seen, Flüsse, plätschernde Bäche und Wasserfälle sorgen immer wieder für erfrischende Abwechslung.

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