Neue Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Quelle: Elämyskeskus Tuuletorn, Visit Estonia

Neue Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Estland ist beliebt für seine abwechslungsreiche Natur mit Wäldern, Moorlandschaften, Seen, Inseln und der vielgestaltigen Ostseeküste. Kultur-Urlauber zieht es vor allem in die Altstadt von Tallinn  oder in diejenige von Tartu. Das kleine Land mit seinen nur 1,3 Millionen Einwohnern hat aber noch viel mehr zu bieten. 


Die Palette der Ausflugsziele reicht von historischen Sehenswürdigkeiten über zahlreiche Museen bis hin zu modernen Vergnügungsparks. Estland verfügt über 250 Museen. Das ist die höchste Museumsdichte pro 100.000 Einwohner in Europa! Und trotzdem finden die Esten, dass das alles nicht genug ist und ergänzen das Angebot immer weiter.

Auch wenn Sie glauben, Sie haben in Estland schon alles gesehen: haben Sie nicht. Wir übrigens auch nicht. Denn auch in dieser Saison kommen wieder viele Sehenswürdigkeiten dazu. Es bleibt spannend!


Gerade neu eröffnet


Die Burg Narwa

Die Burg Narwa im Sonnenuntergang

Foto: Julia Stantsik, Visit Estonia

Die Burganlage wurde vollständig renoviert und wird am 18. Juni 2020 wieder für das Publikum geöffnet. Die Festung mit ihrem bekannten Turm, dem 51 Meter hohen "Langen Hermann", ist der am besten erhalten gebliebene und der vielseitigste Schutzbau Estlands. Neu: Auch der bisher nicht öffentlich begehbare Ostflügel ist jetzt für das Publikum geöffnet. Außerdem wird eine neue Dauerausstellung eröffnet, die sich mit der Geschichte der Festung selbst von der Ankunft der ersten Dänen am Ufer der Narwa bis heute befasst.


Das Erlebniszentrum Tuuletorn

Das Erlebniszentrum Tuuletorn auf der Insel Hiiumaa

Foto: Argo Nurs, Visit Estonia

Im Juni 2020 wurde in Käina auf der Insel Hiiumaa das neue Erlebniszentrum eröffnet, das sowohl Inselbewohner als auch Besucher auf eine aufregende Reise durch die Kulturgeschichte von Hiiumaa mitnimmt. Tuuletorn verfügt über ein kleines Museum, ein Forschungszentrum und einen Spielplatz, der Besuchern jeden Alters vielfältige und lehrreiche Inhalte und einen umfassenden Überblick über Hiiumaa bietet. In der Mitte des Zentrums wurde die höchste Indoor-Kletterwand im Baltikum errichtet.


Das Kloster Padise

Frisch renoviert: das Kloster Padise

Foto: Tõnu Tunnel, Visit Estonia

Das Padise-Kloster wurde im Mai 2020 nach einer umfassenden Restaurierung wiedereröffnet. Es wurde ab dem 14. Jahrhundert von Mönchen des Zisterzienserordens erbaut; die Bauarbeiten dauerten mehr als zweihundert Jahre. Die Glocke sowie die Golgatha-Gruppe, die in der Niguliste-Kirche ausgestellt ist, sind aus der mittelalterlichen Ursprüngen der Anlage erhalten geblieben. Aufgrund der guten Akustik und der besonderen Atmosphäre finden regelmäßig Konzerte im Kirchenraum des Padise-Klosters statt.




Wird in Kürze eröffnet


Die Verkehrsstadt im Kreis Võru

Im Kreis Võru breitet sich eine einzigartige Stadt mit eigenem Verkehrssystem aus, in der Ampeln funktionieren und die Lichter einer Großstadt leuchten. Hier kann man Verkehrsregeln lernen und üben, sich im Straßentumult zurecht zu finden. Im Zentrum gibt es ein Café, ein Open-Air-Kino, eine Disco, ein Fitnessstudio und vieles mehr, was in einer modernen Stadt zu finden ist. Die Verkehrstadt verfügt auch über eine Rennstrecke und einen Trainingsbereich für das Radfahren, wo in Zukunft Prüfungen abgelegt werden können.

Das Kalevipoeg-Museum

Ein Museum für das estnische Nationalepos

Foto: Lili Loo, Visit Estonia

Das Museum befasst sich mit dem estnischen Nationalepos Kalevipoeg. Es befindet sich im Dorf Käepa im Landkreis Jõgeva und dort im ehemaligen Schulhaus von Saare, das 1929 erbaut wurde. Elf thematische Räume gilt es zu erkunden, wobei man sich gerne einer kundigen Führung anschließen kann.

Das WOW Zentrum

Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Das WOW Zentrum ist ein interaktives Museum für die ganze Familie und wird im Oktober 2020 seine Türen in Kuressaare auf der Insel Saaremaa öffnen. Das Motto dieses Zentrums ist „Illusion". Unterhaltsame Ausstellungen schaffen hier wunderbare Illusionen. Beispielsweise kann man durch den Regen laufen, ohne nass zu werden und ins Nichts klettern. Es gibt ein Planetarium und ein 4D-Kino. Hier kann man einen spannenden Tag verbringen, aber auch Seminare abhalten, Konzerte besuchen und spezielle Programme für bis zu 60 Personen buchen.




Bereits eröffnet


Fotografiska Tallinn

Im Jahr 2010 haben die Brüder Jan und Per Broman gemeinsam mit der weltbekannten Fotografin Annie Leibovitz in einem riesigen alten Art Nouveau-Zollhaus im Stockholmer Hafen ein privates Fotomuseum gegründet: Fotografiska war geboren und zieht mit seinem innovativen Konzept seither viele kreative Menschen an. Ziel der Unternehmung ist es ganz explizit, zur Veränerung der Gesellschaft beizutragen – hin zu mehr Bewusstsein, Kreativität, Miteinander, Toleranz und Verantwortung.

Der große Erfolg Fotografiskas hat die beiden Gründer-Brüder Broman – beide selbst passionierte Fotografen – zu einem gewagten Plan animiert: Sie wollen expandieren. Und zwar im ganz großen Stil. Drei Dépendancen sind entstanden: in New York, in London und in Tallinn.

Auf dem Kreativcampus Telliskivi im Stadtteil Kalamaja hat Fotografiska das bekannte "Rote Haus" bezogen, das von den Betreibern bislang trotz lukrativer Angebote internationaler Unternehmen für eine besondere Nutzung freigehalten wurde. Diese Strategie hat sich gelohnt, denn etwas Besseres als Fotografiska konnte Telliskivi nicht passieren.


PROTO – die Entdeckungsfabrik

Stellen Sie sich vor, Sie fahren das erste Auto, die erste Lokomotive oder den ersten Heißluftballon der Welt oder laufen auf dem Ozeanboden... Jetzt ist es möglich - endlich ist die europaweit einzigartige PROTO-Erfindungsfabrik eröffnet! Nur hier, in der ehemaligen streng geheimen U-Boot-Fabrik, können Sie Prototypen erstaunlicher Erfindungen begegnen, die mit Hilfe der neuesten Technologie vor Ihren Augen zum Leben erweckt werden. Möchten Sie etwas kreieren, erfinden, fliegen, studieren oder mit Ihren eigenen Händen schaffen? Genau dafür ist PROTO da und bietet sowohl den jungen als auch den älteren Besuchern fantastische Erlebnisse.


Das KAI Kunstzentrum

Im Port Noblessner entsteht seit geraumer Zeit ein neuer und jetzt schon angesagter Stadtteil Tallinns. In einem denkmalgeschützten Ziegelbau direkt am Hafen, der einst als U-Boot-Werft diente, ist ein neues Zentrum für zeitgenössische lokale und internationale Kunst und Kultur entstanden.

Das Kai Art Center verfügt über 450 qm Ausstellungsfläche und einen großen Saal, in dem es Filmvorführungen und Konzerte geben wird. Außerdem sind im Gebäude Ateliers und Arbeitsräume für Künstlervereinigungen untergebracht. Im 1. Stockwerk betreiben die ausgezeichneten estnischen Köche Janno Lepik und Kristjan Peäske (Restaurants Leib und das ehemalige Umami) mit dem LoRe einen weiteren exquisiten Gourmet-Tempel.


Das Erlebniszentrum Thule Koda

Das Erlebnis-Zentrum Thule Koda wurde in Kuressaare, der Hauptstadt der Insel Saaremaa, eröffnet. Es möchte Besucher augenzwinkernd und mit gehörigem Schalk im Nacken einen vielleicht nicht ganz der historischen Wirklichkeit entsprechenden Einblick in die Geschichte Saaremaas geben. Das Motto der Einrichtung: "Glaub' nicht alles, was du siehst!" 


Das estnische Straßenmuseum

Neues ist auch vom bereits bekannten estnischen Straßenmuseum (Südestland, zwischen Tartu und Võru) zu vermelden. Dort sind ein Verkehrserziehungs-Zentrum und eine Ausstellung zur Ära des Automobils entstanden. 


Das Riesenrad in Tallinn

Im Dachgeschoss des Einkaufszentrums T1 befindet sich der Super Skypark mit Innen- und Außenbereichen, einem 4D-Kino, dem größten Trampolin-Zentrum Europas, einem Kletterpark und dem Aussichts-Riesenrad auf dem Dach des Gebäudes. Aus einer Höhe von maximal 120 Metern – dem Scheitelpunkt des Riesenrades – hat man dann einen unvergleichlichen Blick über Tallinn, den Ülemiste-See und den Flughafen der Hauptstadt. Und das dank der geschlossenen Gondeln bei jedem Wetter.




Das Arvo-Pärt-Zentrum

2018 wurde das Arvo-Pärt-Zentrum in Laulasmaa an der Bucht von Lahepere rund 50 Kilometer westlich von Tallinn eröffnet. Der 1935 im estnischen Paide geborene Arvo Pärt ist unbestritten der bekannteste klassische Komponist unserer Zeit. Das ihm zu Ehren gebaute Zentrum verfügt über eine einzigartige Architektur, die sich harmonisch in die natürliche Umgebung Laulasmaas einfügt. Musikliebhabern und natürlich insbesondere Arvo-Pärt-Fans wird hier ein tiefer Einblick in Werk und Biographie des Komponisten gewährt. Es werden wechselnde Ausstellungen, Filme, Führungen und abendliche Gespräche angeboten.


Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus

In Tallinn, auf einem weitläufigen Grundstück an der Straße nach Pirita, kann man die Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus besuchen. Sie ist den Einwohnern Estlands gewidmet, die unter dem sowjetischen Terror gelitten haben. Der Eintritt ist frei und das ganze Jahr hindurch möglich.


Der Alutaguse Nationalpark

Der jüngste Nationalpark Estlands liegt im Nord-Osten des Landes. Er ist der sechste Spross der estnischen Nationalparkfamilie und erstreckt sich über 43.000 Quadratkilometer. Auf seinem Gelände finden sich die größten Nadelwälder des Landes – und auch der längste Sandstrand. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen außerdem die Smolnitsa-Düne im Norden des Peipus-Sees, der Fluss Narva und Europas ausgedehntestes Sumpfgebiet in Puhatu. Tierfreunde können hier Steinadler, europäische Flughörnchen und Bären beobachten.


Zwei neue Wellness-Oasen – und eine wiedererweckte

Für Entspannung sorgen Estlands wunderbare Wellness-Einrichtungen. Zwei haben kürzlich neu eröffnet:

Das SPA auf Schloss Wagenküll im Süden Estlands bietet Wohlfühl-Auszeiten in gehoben-luxuriösem Ambiente. Die Einrichtung besticht durch das beruhigende Spiel mit Licht und Farbe. Neben dem Schwimmbad gibt es hier diverse Saunen und eine erfrischende Kaltwasser-Landschaft.

Das Kur- und Wellnesshotel Wasa bietet medizinische Wellness an. Hier lassen sich bequem ein paar Kurtage im klassischen Sinn verleben. Die Einrichtung gibt es schon seit 1938. Jetzt findet man sie in einem hübschen Holzgebäude im beliebten estnischen Seebad Pärnu.

Das Kalev-SPA in Tallinn war geraume Zeit geschlossen. Die bekannte Wellness-Einrichtung in der Hauptstadt wurde von Grund auf renoviert, und erstrahlt jetzt in neuem Glanz.



Das Pfarrschulen-Museum in Palamuse

Kennern des estnischen Kinos wird einiges bekannt vorkommen, denn hier wurde der berühmte estnische Film "Kevade" ("Frühling") gedreht: der Klassenraum und die Wohnung des Küsters sind vermutlich allen Zuschauern in Erinnerung geblieben. Das komplette Gebäude-Ensemble der historischen Pfarrschule in Palamuse wurde behutsam renoviert und ist jetzt als Oskar Luts-Museum für das Publikum geöffnet. Besucher erhalten hier auf Schritt und Tritt einen authentischen Eindruck der typischen kleinen Pfarrschulen des ausgehenden 19. Jahrhunderts und können sich mit der Geschichte des Films "Kevade" befassen, der maßgeblichen Einfluss auf die Kultur Estlands ausgeübt hat.


Die Schatzkammer der Universität Tartu

Im Mittelpunkt der neuen Ausstellung in der Schatzkammer der Universität Tartu steht die Geschichte der Alma Mater selbst. Die Entwicklung der Fakultäten und der hier durchgeführten Forschung in den vergangenen Jahrhunderte werden in den Blick genommen. Die Schatzkammer ist Teil des Universitätsmuseums auf dem Domberg.


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