Rodeln und süsss Gebäck an Faslam

Quelle: Visit Estonia

Rodeln und süsss Gebäck an Faslam

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Dieser jahrhundertealte Feiertag, der das Kommen des Frühlings feiert, wird von Kindern und Erwachsenen in Estland geliebt. Eine lange Schlittenfahrt für viel Glück und ein zuckersüsses Gebäck mit Schlagsahne essen, sind typische Dinge die man an diesem Tag machen sollte.

Sehnsucht nach dem Frühling

Faslam (Vastlapäev auf estnisch) wird unter den Christen als der letzte Tag des Fastens bezeichnet. Es ist ein spassiger Tag voll mit Freude die die Osterzeit einleitet. Der Tag wird immer genau sieben Wochen vor Ostern gefeiert. Meistens ist dieser ende Februar, manchmal aber auch erst im März. In einigen Ländern nennt man diesem Tag 'Mardi Gras' , in Deutschland bekannt unter dem Namen Fasching. In den Vereinigten Staaten, Irland, Australien und Kanada ist dieser Tag der ''Pfannkuchen Dienstag''. In Estland, wie auch in den meisten anderen Ländern, geht es da um den Wechseln der Jahreszeiten.

Eine Schlittenfahrt für viel Glück

Eine lange Schlittenfahrt für viel Glück

Umso länger die Schlittenfahrt, desto besser ist die Ernte im kommenden Herbst.

Photo by: Kaarel Mikkin

Eine der Traditionen an diesem bestimmten Dienstag ist das Rodeln. Früher, als die meisten Esten noch Bauern waren hiess es, dass man von einem Hügel herunter rodeln soll. Umso weiter man mit dem Schlitten kommt, desto besser wird die Ernte im kommenden Herbst. Lustige und freundliche Wettbewerbe wurden organisiert um den Tag spannend zu gestalten. Meist fanden diese unter Nachbarn statt. Für weitere Unterhaltung sorgte das Kreiseln. Aus einem kleinen Knochen (von der Hüfte vom Schwein) wurde ein kleiner Kreisel (auf estnisch vurr) gebaut. Rodeln, Wettbewerbe und viel Tanz waren Aktivitäten, mit denen der Tag besonders gemacht wurde. Heutzutage sind diese Traditionen noch erhalten. Man musste sich nur merken, dass auch einige Dinge verboten waren, wie zum Beizpiel ein Feuer entzünden, Schafswolle drehen oder auch Haare schneiden. Dies alles sollte für Unglück sorgen.

Brötchen, Suppe und Schweinsfüsse

Traditionell wurde zu Weihnachten ein Schwein geschlachtet. Dies diente als Nahrungsmittel bis ende Februar. Zu Faslam waren dann nur noch die Schweinsfüsse übrig. Diese wurden abgekocht und in einer Bohnensuppe serviert. Bohnensuppe ist in Estland auch heutzutage noch sehr beliebt und ein Muss an Faslam. Es hiess, dass man das Fett, das an den Fingern und an den Lippen blieb nicht ablecken oder abwischen sollte, denn es schützt an diesem Tag vor scharfen Gegenständen. Eine andere Tradition sind die süssen Brötchen (vastlakukkel). Diese Backware ist unter den Esten so beliebt, dass vor den Cafes und Bäckereien immer viele Leute in langen Schlangen stehen und nur darauf warten für Ihre Familie diese Köstlichkeiten zu besorgen. Wenn man früh genug aufsteht, bekommt man sie ganz frisch!

Zuletzt aktualisiert: 24.05.2017

Thema: Aktivitäten & Abenteuer, Tourenarten

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