Heimelige Restaurants & Cafés

Zuletzt aktualisiert28.09.2016

Heimelige Restaurants & Cafés

Quelle: Kaspar Orasmäe

 Mögen Sie es auf Reisen auch gern unverfälscht und versuchen möglichst dort zu essen, wo auch die Einheimischen zu finden sind? In Estland können Sie genau das tun – in einem Kodurestoran, einem „Hausmacher-Restaurant". Solche Restaurants und Cafés servieren hausgemachte Speisen in urgemütlichen Holzhäusern, auf Landgehöften oder selbst in alten Scheunen. Viele sind klein und garantieren so eine intime Atmosphäre, in der Sie das Gefühl haben, Sie wären bei Freunden zu Gast. Eine Vorab-Reservierung ist angeraten. Cafés, die sich auf dem Land befinden, sind ein perfekter Ort für eine Pause während einer Rundfahrt. Und während der in Estland beliebten Food-Festivals können Sie den Einheimischen in die Kochtöpfe gucken. Der Sommer ist die beste Zeit für kulinarische Entdeckungen in Estlands Welt des hausgemachten Essens.

Hausmacher-Restaurants

Essen unter freiem Himmel

Das größte Kompliment für ein Gericht auf dem Ööbiku Gastronomie-Landhof.

Photo by: Mart Vares

Mitten in Tallinns Altstadt, auf einem alten Innenhof, gibt es das Restaurant nAnO, wo Sie sich wie zu Besuch bei einem sehr guten Freund fühlen. Ein Freund, der obendrein ein angesehener Koch und wahrer Künstler ist. Das nAnO ist im Sommer auf Vorbestellung für kleine Gesellschaften geöffnet. Obwohl das MerMer gar nicht weit von Tallinn entfernt ist, werden Sie sich wie in einer anderen Welt führen in diesem kleinen Restaurant im Fischerdorf Kolga-Aabla. Im Sommer muss (!) man hier draußen sitzen mit der Ostsee vor Augen. Lassen Sie sich nicht davon irritieren, dass die „Hausmacher-Restaurants" oft sehr klein sind und eine unkonventionelle Ausstattung haben, denn viele gehören zu den am höchsten bewerteten Estlands. Auf dem Ööbiku Gastronomie-Landhof werden regionale Zutaten von Bauernhöfen und direkt aus den Wäldern verwendet, um daraus 5-Sterne-Gerichte zu zaubern, die hier in einem unterirdischen Ofen gebacken werden.

Hausmacher-Cafés

Regionale Zutaten direkt aus den Wäldern

Pilze, Beeren und verschiedenes Wild gibt es in Hülle und Fülle.

Photo by: Magnus Heinmets

Mit ein bisschen Vorwissen kann man auf dem estnischen Land die heimeligsten aller Cafés entdecken. Café Tillu befindet sich nahe der Kreisstadt Põlva. Obwohl hier auch leichte Mittagsgerichte angeboten werden, sind die Spezialität des Hauses seine Torten, Kuchen und anderen Backwaren. Dies ist ein familienfreundlicher Ort für eine Kaffeepause. In Viljandi gibt es das Roheline Maja – das „Grüne Haus" mit Laden und Café. Es ist ein uriges Holzhaus, in dem sich dieses schöne Etablissement befindet, zu dem eine Bio-Bäckerei und ein Ökoladen gehören. Im Kohvihoovik in Pärnu sollten Sie einen Kaffee aus selbstgerösteten Bohnen bestellen und dazu das eine oder andere Kuchenstück im charmanten Sommergarten genießen. Das historische Gebäude, das zu den am besten erhaltenen in Pärnu zählt, entstand in den 1760er Jahren. Zu guter Letzt sollten Sie auf dem Tori Jõesuu Cidre und Weinhof das Küünikohvik besuchen – das „Scheunencafé". Machen Sie eine Tour über das Anwesen und verkosten Sie die Weine und Cidres, zu denen ofenfrische Pizzen angeboten werden.

Kleine Food-Festivals

Kommunale Küche

Auf dem Kärdlaer Café-Tag treffen die Insulaner auf Gäste aus dem In- und Ausland.

Photo by: Marek Metslaid

Während der Kärdlaer Café-Tage vom 5.-7. August öffnen die Cafés der Insel Hiiumaa auf sonst privaten Anwesen in und um Kärdla.

Der Schlaflose August ist ein Ein-Tages-Festival am 13. August in Pärnu, bei dem Kunst, Theater, Musik präsentiert werden und Restaurants und Lokale bis tief in die Nacht geöffnet sind. Ein Hoch auf den Sommer und seine weißen Nächte!

Der Tag der Cafés von Setomaa, dem Land der Setus wird am 13. August in Südost-Estland begangen. Am Samstag sollten Besucher die örtlichen Bauernhöfe und Cafés besuchen und dort regionale Spezialitäten wie den Sõir-Käse, die Suulliim-Suppe und die Tatipiirak, leckere Teigtaschen mit Pilzen, verkosten. Am Sonntag bieten einige Cafés den glücklichen Gästen die letzten Reste vom Vortag an.

Am Tag der Buffets auf der Zwiebelroute stehen am 17. September die Bauernhöfe den Besuchern offen. Hier werden dann die für diese zwischen Peipussee und Tartu gelegene Region typischen Gerichte aus Zwiebeln und Fisch angeboten. Diese sogenannten „Zwiebeldörfer" werden seit Jahrhunderten von russischen Altgläubigen bewohnt, die traditionell vom Zwiebelanbau leben.

Mit dem Saaremaa Food-Festival, das vom 5.-11. September in Kuressaare, der Inselhauptstadt, stattfindet, wird das Ende der Sommersaison eingeläutet.

Zuletzt aktualisiert 28.09.2016
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