West-Estland mit dem Wohnmobil

Quelle: Priidu Saart, Visit Estonia

West-Estland mit dem Wohnmobil

Text:

Ingrid Sieberk


Der Westen Estlands ist mit den beiden Kurstädten Haapsalu und Pärnu in jedem Fall eine Reise wert. Und dann sind da ja auch noch die größeren Inseln Hiiumaa und Saaremaa. Nicht zu vergessen das in kultureller Hinsicht einzigartige Eiland Kihnu ...


Alle Inseln erreichen sie bequem per Fähre. Und auch unterwegs gibt es viel zu entdecken. Lassen Sie uns in Tallinn starten und zunächst das hübsche Haapsalu ansteuern – selbstverständlich nicht ohne Zwischenstopps.


Von Tallinn nach Westestland

Der Westen Estlands ist für Wohnmobilisten ein lohnendes Ziel

Foto: Martti Volt, Visit Estonia

Wenn Sie von Tallinn aus nach Westen fahren, empfehlen wir Ihnen, die Küstenstraßen zu nutzen. Auf diese Weise können Sie die schöne Aussicht auf das Meer genießen, kleine Siedlungen wie Laulasmaa und Kloogaranta kennenlernen und dann nach Padise fahren, um dort das renovierte Kloster zu besichtigen. In Laulasmaa lohnt übrigens ein Besuch des Arvo Pärt-Zentrums, das zu Ehren des berühmten estnischen Komponisten 2018 hier mitten im Kiefernwald errichtet wurde.

Das Arvo Pärt-Zentrum in Laulasmaa

Foto: Tõnu Tunnel, Visit Estonia

Vom Kloster Padise aus geht es weiter durch Harju-Risti nach Nõva. Hier gibt es wenig Verkehr und asphaltierte, wenn auch schmale Straßen. Auf der Strecke liegen einige beschilderte Wanderwege des staatlichen Fortsamtes und der beliebte Strand von Nõva. Im Feriendorf Roosta gibt es Wohnmobilstellplätze mit allen entsprechenden Dienstleistungen. Besuchen Sie – vielleicht zum Abendessen? – unbedingt das berühmte Fischrestaurant im Hafen von Dirham!

Dann geht die Reise weiter nach Haapsalu, wo die Altstadt mit ihren Cafés und Restaurants und natürlich die mittelalterliche Bischofsburg auf Sie warten. Sie können an der schönen Promenade flanieren und den berühmten hölzernen Zaren-Bahnhof besichtigen. Etwa einen Kilometer hinter Haapsalu empfängt Sie der Campingplatz Pikseke, der für Wohnmobilreisende ausgestattet ist.

Die schöne Promenade in Haapsalu

Foto: Olev Mihkelmaa, Visit Estonia

Nehmen Sie sich für Haappsalu ein bisschen Zeit – es lohnt sich, das nette Städtchen ausführlich zu erkunden. Und im Fra Mare Thalasso SPA lassen sich auch einige schöne und entspannende Wellness-Stunden verbringen.


Die west-estnischen Inseln

Als nächstes sind die estnischen Inseln dran. Von Haapsalu aus können Sie zum nahegelegenen Fährhafen Rohuküla fahren und dort mit der Fähre direkt auf die Insel Hiiumaa übersetzen.

Hiiumaa

Hiiumaa ist die zweitgrößte estnische Insel und ein noch wenig überlaufenes Paradies für Naturliebhaber und Menschen, die die Stille lieben. Dass die Insel mit ihren wunderschönen Stränden inzwischen bei Surf-Fans immer beliebter wird, tut dem keinen Abbruch.

Der Leuchtturm von Kõpu

Foto: Jarek Jõepera, Visit Estonia

Die Stadt Kärdla – den Insel-Hauptort ¬– mit ihrem neuen zentralen Platz und den Leuchtturm von Kõpu sollten Sie auf Hiiumaa in jedem Fall besuchen. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf dem Campingplatz Randmäe und im Gästehafen von Kärdla.

Von Hiiumaa aus gelangen Sie mit der Fähre auf die größte estnische Insel Saaremaa (Linie Triigi - Sõru).

Saaremaa

Auf Saaremaa erwarten Sie die Windmühlen von Angla, der Meteoritenkrater Kaali, die Steilküste Panga und natürlich die schöne Stadt Kuressaare mit ihrer Bischofsburg, dem Schlosspark und den Kurhotels. Vor dem Hotel Meri gibt es einen Stellplatz für Wohnmobile mit schönem Meerblick und allen nützlichen Dienstleistungen. Nördlich des Kurhotels erstreckt sich eine kleine Restaurantmeile; hier kann man – buchstäblich überall – ausgezeichnet zu Abend essen!

Auch für Saaremaa sollten Sie sich ein bisschen Zeit nehmen. Am zweiten Tag lohnt es sich, Richtung Westküste aufzubrechen, Nasva und Salme zu durchqueren und dann die Halbinsel Sõrve ins Visier zu nehmen. Der Leuchtturm an der Südspitze bietet bei guter Sicht einen freien Blick auf das benachbarte Lettland.

Die Halbinsel Sõrve auf Saaremaa

Foto: Priidu Saart, Visit Estonia

Auf dem Rückweg nach Kuressaare befindet sich der voll ausgestattete Campingplatz Tehumardi, wo eine freundliche Betreiber-Familie auf Sie wartet.

Vom Hafen in Kuivastu aus können Sie mit der Fähre schließlich wieder das Festland erreichen.

In Haapsalu und Kuressaare gibt es übrigens Autowerkstätten, die sich auch um Wohnmobile kümmern. Bei technischen Problemen mit der Wohnmobil-Einrichtung gibt es Hilfe in Tallinn (matkasuvilad.ee, motorhome.ee), in Märjamaa (caravanexpert.com) und seit Neuestem auch in Pärnu. Camping-Gas wird landesweit von der Firma AGA-Gas angeboten.


Vom Festland-Fährhafen Virtsu nach Pärnu

Fahren Sie an der Küste entlang südwärts. Auf dieser Straße können Sie die Landschaft und die Aussicht auf das Meer genießen. Alles ist gepflastert. Unterwegs stoßen Sie auf das Feriendorf Varbla mit einem neuen und attraktiven Hafen und einer langen Seebrücke. Es gibt Stellplätze für Wohnmobile und ein sehr gutes Restaurant. Ganz in der Nähe kann man auch surfen und reiten.

Der nächste größere Ort ist Tõstamaa. Der Ort verfügt über ein sehenswertes Herrenhaus mit einem herrlichen Park. Nur einen Kilometer vom Zentrum entfernt befindet sich der modernisierte Hafen von Värat.

Eine komfortable Unterkunft finden Sie nur 2,5 km entfernt im Feriendorf am Ermistu-See, wo alle gängigen Dienstleistungen für Wohnmobilisten angeboten werden. Auch das Feriendorf Tõhela Järve ist nicht weit.

Abstecher nach Kihnu

Bevor Sie dann weiter in Richtung Pärnu fahren, sollten Sie unbedingt von Pootsi nach rechts zum Hafen von Munalaiu abbiegen und von dort mit der Fähre zur Insel Kihnu übersetzen. Diese Insel ist unvergleichlich und einzigartig; hier erleben Sie authentische Inseltraditionen – und das einzige Matriarchat Europas.

In Kihnu werden Traditionen gelebt

Foto: Visit Estonia

Auf dem Rückweg von Kihnu liegt links von der Straße der Hof Maria mit seinen rustikalen Gebäuden, die alle im Dienst von Übernachtungsgästen stehen.

Wenn Sie die Straße an der Bucht von Pärnu entlang fahren, finden Sie in Lindi ein sehr beliebtes Sommercafé auf der Kapitänsfarm und ein nostalgisches Lokal im Lindi Old School Center. Direkt an der Straße liegt das Lindi-Moor mit seinem hölzernen Aussichtsturm.

Pärnu

Als Vorort von Pärnu ist Audru für sein Sommerresort Valgeranna bekannt. Dort finden Sie einen schönen Sandstrand, einen Abenteuerpark, einen Aussichtsturm, ein Sommercafé und ein Restaurant mit einem tollen Golfplatz.

Der Strand von Pärnu – Estlands Sommerhauptstadt

Foto: Visit Estonia

Nur 6 km nördlich liegt der Solar Caravan Park, der den größten Teil seiner Energie aus der Sonne bezieht. Hier kann man alle zum Leben notwendigen Dienstleistungen für Wohnmobile in Anspruch nehmen und vor allem Ruhe und eine sichere Umgebung genießen. Auch AGA-Gas ist hier am Lager.

10 km vom Solar Caravan Park entfernt liegt die Sommerhauptstadt Pärnu mit all ihren Reizen. Wenn Sie länger in Pärnu bleiben wollen, finden Sie das Konse Motel und den Caravan Camping direkt am Ufer des Flusses Pärnu, nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.


Der Westen Estlands freut sich auf Sie!

Zuletzt aktualisiert: 21.12.2020

Thema: Campingurlaub, Westestland, Die Inseln