Hausgemachtes in heimeligen estnischen Restaurants & Cafés

Quelle: Kaspar Orasmäe

Hausgemachtes in heimeligen estnischen Restaurants & Cafés

Mögen Sie es auf Reisen auch gern unverfälscht und versuchen möglichst dort zu essen, wo auch die Einheimischen zu finden sind? In Estland können Sie genau das tun – in einem Kodurestoran, einem „Hausmacher-Restaurant".

Solche Restaurants und Cafés servieren hausgemachte Speisen in urgemütlichen Holzhäusern, auf Landgehöften oder sogar in alten Scheunen. Viele sind sehr klein und garantieren so eine intime Atmosphäre, in der Sie das Gefühl haben, Sie wären bei Freunden zu Gast.

Eine Vorab-Reservierung ist angeraten. Cafés, die sich auf dem Land befinden, sind ein perfekter Ort für eine Pause während einer Rundreise. Und auf den in Estland beliebten Food-Festivals können Sie den Einheimischen in die Kochtöpfe gucken.

Der Sommer ist die beste Zeit für kulinarische Entdeckungen in Estlands Welt des hausgemachten Essens.

Hausmacher-Restaurants

Essen unter freiem Himmel

Das größte Kompliment für ein Gericht auf dem Ööbiku Gastronomie-Landhof.

Photo by: Mart Vares, VisitEstonia

Mitten in Tallinns Altstadt, in einem uralten Innenhof, versteckt sich das Restaurant nAnO. Hier hat man den Eindruck einen Freund zu besuchen. Einen Freund, der obendrein ein angesehener Koch und wahrer Künstler ist. Das nAnO ist im Sommer auf Vorbestellung für kleine Gesellschaften geöffnet.

Obwohl das MerMer gar nicht weit von Tallinn entfernt ist, werden Sie sich in diesem kleinen Restaurant im Fischerdorf Kolga-Aabla wie in einer anderen Welt fühlen. Im Sommer muss (!) man hier draußen sitzen – mit der Ostsee vor Augen. Lassen Sie sich nicht davon irritieren, dass die „Hausmacher-Restaurants" oft sehr klein sind und eine unkonventionelle Ausstattung haben; viele gehören zu den am höchsten bewerteten Gastronomiebetrieben Estlands.

Auf dem Ööbiku Gastronomie-Landhof werden regionale Zutaten von Bauernhöfen und direkt aus den Wäldern verwendet, um daraus 5-Sterne-Gerichte zu zaubern, die hier in einem unterirdischen Ofen gebacken werden.

Hausmacher-Cafés

Regionale Zutaten direkt aus den Wäldern

Pilze, Beeren und verschiedenes Wild gibt es in Hülle und Fülle.

Photo by: Magnus Heinmets, VisitEstonia

Mit ein bisschen Vorwissen kann man auf dem Land die schnuckeligsten Cafés Estlands entdecken. Café Tillu befindet sich nahe der Kreisstadt Põlva. Obwohl hier auch leichte Mittagsgerichte angeboten werden, sind die Spezialität des Hauses seine Torten, Kuchen und anderen Backwaren. Es ist der perfekte Ort für eine Kaffeepause mit der ganzen Familie.

In Viljandi gibt es das Roheline Maja – das "Grüne Haus" – mit Laden und Café. Es handelt sich dabei um ein uriges Holzhaus, dem eine Bio-Bäckerei und ein Ökoladen angeschlossen sind.

Im Kohvihoovik in Pärnu sollten Sie einen Kaffee aus selbstgerösteten Bohnen bestellen und dazu das eine oder andere Kuchenstück im charmanten Sommergarten genießen. Das historische Gebäude, das zu den am besten erhaltenen in Pärnu zählt, entstand in den 1760er Jahren.


Kleine Food-Festivals

Kommunale Küche

Auf dem Kärdlaer Café-Tag treffen die Insulaner auf Gäste aus dem In- und Ausland.

Photo by: Marek Metslaid, VisitEstonia

Während der Kärdlaer Café-Tage öffnen die Cafés der Insel Hiiumaa auf sonst privaten Anwesen in und um Kärdla.

Der Schlaflose August ist ein Ein-Tages-Festival in Pärnu, bei dem Kunst, Theater, Musik präsentiert werden und Restaurants und Lokale bis tief in die Nacht geöffnet sind. Ein Hoch auf den Sommer und seine weißen Nächte!

Der Tag der Cafés von Setomaa, dem Land der Setus wird ebenfalls im August in Südost-Estland begangen. Am Samstag sollten Besucher die örtlichen Bauernhöfe und Cafés besuchen und dort regionale Spezialitäten wie den Sõir-Käse, die Suulliim-Suppe und die Tatipiirak, leckere Teigtaschen mit Pilzen, verkosten. Am Sonntag bieten einige Cafés den glücklichen Gästen die letzten Reste vom Vortag an.

Am Tag der Buffets auf der Zwiebelroute im September stehen den Besuchern die Bauernhöfe offen. Hier werden dann die für diese zwischen Peipussee und Tartu gelegene Region typischen Gerichte aus Zwiebeln und Fisch angeboten. Die sogenannten „Zwiebeldörfer" werden seit Jahrhunderten von russischen Altgläubigen bewohnt, die traditionell vom Zwiebelanbau leben.

Mit dem Saaremaa Food-Festival, das im September in der Inselhauptstadt Kuressaare stattfindet, wird das Ende der Sommersaison eingeläutet.

Zuletzt aktualisiert: 21.09.2018

Thema: Tallinn, Südestland, Westestland, Die Inseln, Nordestland, Essen, Trinken & Nachtleben

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