Heilende Quellen und bezaubernde Brunnen

Quelle: Danel Rinaldo

Heilende Quellen und bezaubernde Brunnen

Quelle: Danel Rinaldo

Estland hat tausende von großen Quellen, die literweise Grundwasser pro Sekunde sprudeln, welches Jahrzehntelang in den Tiefen der Erdkruste gereinigt und gefiltert wird. Auch heute noch stillen die meisten Esten ihren Durst mit Trinkwasser aus lokalen Quellen.

Die Quellen in Nordestland sind eine besondere Freude für das Auge: klares blaues Wasser gesprenkelt von weißen vom Kalksteinboden gefärbten Felsen. Südestnische Quellen auf der anderen Seite haben einen hohen Eisengehalt und können eine starke Farbe und den Geschmack von Rost haben. Einige der Quellen sind für ihre heilenden Eigenschaften bekannt, bestätigt durch medizinische Wissenschaftler. Heilende Quellen befinden sich rund um Häädemeeste im Kreis Pärnu und in der Nähe von Kuressaare auf der Insel Saaremaa. Eine alte estnische Weisheit empfiehlt, das Silber einer Münze abzukratzen und die Augen im Wasser zu spülen.

Quellen um die Hochländer Pandivere

Die Quellen um die Hochländer Pandivere liegen im Zentrum und nordöstlichen Teilen von Estland. Am bekanntesten von ihnen sind die Äntu-Seen. Der acht Meter tiefe Sinijärv sprudelt im hellen, klaren grünbläulichen Ton und passt sich gut in seine ruhige Waldumgebung ein.

Das Gutshaus Norra in Zentral-Estland ist umgeben von großen Quellseen, genannt die Norra Quellen. Ein Kilometer entfernt finden Sie einen weiteren kristallklaren Quellsee, der als Oostriku-Quellsee bekannt ist und mit großen Felsen überzogen ist.

Mit einer Tiefe von 4,8 Metern ist die Sopa-Quelle die tiefste Quelle Estlands und versteckt Jahrzehnte und sogar jahrhundertealte Baumstämme, die im Kalkstein-Quellwasser erhalten geblieben sind.

Der Hexenbrunnen von Tuhala

Vielleicht der bekannteste Brunnen Estlands befindet sich in der Karstlandschaft Tuhala. Bekannt als der „Hexenbrunnen" von Tuhala, fängt er von Zeit zu Zeit an zu kochen und zieht lokale Medien und Menschen an, um das bezaubernde Spektakel zu erleben.

Alte Geschichten von Quellen

Die urzeitlichen Esten feierten viele Quellen, Felsen und Bäume, die bis heute sichtbar sind. Nach altem Volksmund sind dies die Orte, wo die Esten geopfert und gebetet haben. Sie glaubten, dass einige Quellen, wie die Quellen zu Laiuse, das Wetter beeinflussen konnten. So musste man die Quelle reinigen, wenn die naheliegenden Felder von Dürre geplagt waren und im entgegengesetzten Fall, sollte die Quelle bedeckt werden.

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Zuletzt aktualisiert: 25.07.2017