7 empfehlenswerte Unternehmungen in Tallinn und Umgebung

Quelle: Kaupo Kalda, Visit Estonia

7 empfehlenswerte Unternehmungen in Tallinn und Umgebung

Spätherbst und anbrechender Winter sind nicht die typischen Zeiten, in denen es Besucher nach Estland zieht, aber vielleicht sind sie gerade deshalb besonders lohnend. Während die Hauptstadt Tallinn sich bereits ab Mitte November fürs bevorstehende Weihnachtsfest schmückt, kann man im Umland nachhaltige Natur- und Kultureindrücke sammeln. Und auch ein kleiner Abstecher in den Süden des Landes lohnt sich jetzt.


Kulturelle Einblicke gewinnen:
Besuchen Sie das Estnische Freilichtmuseum!

Das Estnische Ferilichtmuseum

Foto: Visit Estonia

Nur 15 Autominuten vom Zentrum Tallinns entfernt erwartet Sie das Estnische Freilichtmuseum – direkt an der Ostseeküste und in wunderbar frischer Luft. Hier kann man sich in die ländliche Kultur und Lebensweise der Esten zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert vertiefen – und zwar sehr anschaulich: 14 Bauernhäuser, die Einblicke in das typische Familienleben geben, sind Bestandteil des Museums. Und wie es sich für ein richtiges Dorf gehört, gibt es außerdem eine Kirche, ein Gasthaus, ein Schulhaus, Mühlen, eine Feuerwache, einen Einkaufsladen und Fischerhütten am Meer. Im Gasthaus Kolu können Sie die traditionelle estnische Küche kosten. 


In festliche Stimmung kommen:
Erleben Sie die Weihnachtsstadt Tallinn!

Tallinn – Weinachtsmärchenstadt

Foto: Erik Peinar, Visit Estonia

Zur Adventszeit verwandelt sich Tallinn in eine Weihnachtsmärchenstadt. Das Zentrum der historischen Altstadt schmückt sich jetzt mit viel festlichem Licht – und wenn man bislang noch nicht in Weihnachtsstimmung ist, dann wird sich das hier ganz schnell ändern.

Der Altstadtkern Tallinns mit seinen engen Gässchen und dem schönen großen Rathausplatz gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe; es handelt sich um eine der besterhaltenen mittelalterlichen Altstädte Europas.

Der Duft nach gebrannten Mandeln und Glühwein zieht jetzt um die Ecken der architektonisch interessanten Gebäude und führt Besucher geradewegs auf den beliebten Weihnachtsmarkt mit seinem berühmten Weihnachtsbaum.

Wer sich über einen ausgedehnten Spaziergang hinaus körperlich betätigen will, kann auf der alljährlich in der Harju-Straße aufgebauten Eisbahn vor historischer Kulisse Schlittschuh laufen.


Die belebende Kraft der Natur erfahren:
Besuchen Sie ein Hochmoor!

Erlebnis Moorwanderung

Foto: Alari Tede, Visit Estonia

Estland ist das Land der Moore. Die ökologisch wichtigen Hochmoorsysteme sind ganz besonders attraktive Landschaften – um zu wandern, innerlich zur Ruhe zu kommen und neue Energie zu tanken. Außerdem sind sie Quelle eines großen Teils der estnischen Volksmystik und bei Einheimischen sehr beliebt.

Es gibt sie über das ganze Land verteilt und auch in der Nähe Tallinns herrscht kein Mangel. Man kann eine Wandertour auf eigene Faust unternehmen – es gibt schöne und sichere Wanderwege, die mit Holzbohlen ausgelegt sind – oder man schließt sich einer geführten Erkundung an und zieht dabei querfeldein. Und zwar auf Schneeschuhen!

Das Viru-Hochmoor im Lahemaa-Nationalpark ist für Tallinn-Reisende besonders empfehlenswert, da nur rund 45 Autominuten entfernt. Aber auch das etwa 1,5 Autostunden gen Süden liegende Mukri-Moor im Kreis Rapla sollte man erwägen. Beide bieten schöne Wanderwege und zahlreiche Moorseen, in denen man baden kann – und sollte, denn: Moorbädern wird eine verjüngende Wirkung nachgesagt!

Aber auch abseits der Moore finden sich in Nord-Estland attraktive Rundwanderwege und zauberhafte Picknickmöglichkeiten in der Natur.


Deftig schnabulieren:
Probieren Sie sich durch die traditionelle estnische Winter-Küche!

Deftige Winterküche

Foto: Toomas Tuul. Visit Estonia

Die Lebensweise in Estland basiert auf dem Wechsel der Jahreszeiten und den Reichtümern der Natur. Im Sommer werden Beeren gesammelt, während im Herbst Obst, Gemüse, Getreide, Kartoffeln und Pilze geerntet werden. Estnische Wintergerichte sind deftig und sättigend, um in der kalten Jahreszeit Energie und Wärme zu spenden.

Das typische traditionelle Weihnachtsessen bildet da keine Ausnahme. Jetzt gibt es viel Verivorst (Blutwurst), Sült (Sülze), Hapukapsas (Sauerkraut) zu Bratkartoffeln und Schweinefleisch. An Weihnachten werden spezielles Brot und Lebkuchen gebacken, oft eine Aktivität für die ganze Familie. Auch Äpfel und Mandarinen werden zu Weihnachten gerne gegessen. Das Weihnachtsessen selbst, das am Heiligabend oder in der Weihnachtsnacht eingenommen wird, ist ein wichtiges Familienereignis, das noch aus heidnischen Zeiten stammt. Es wurden sieben, neun oder zwölf Portionen gegessen, um Glück und eine reiche Ernte für das nächste Jahr zu beschwören.


Dieser Beitrag ist der Auszug eines Artikels auf dem Blog von AirBaltic.
Sie können ihn dort komplett lesen!